ERFURT CUP 2002 um den Hasseröder-Pokal

15.01.2002 *** 18:00 Uhr *** Messehalle Erfurt

Alle Jahre wieder. Zum mittlerweile achten Mal sorgt der Thüringer Fussball-Verband für Budenzauber in Erfurt. Beim mit 61.356 € dotierten Hallenturnier treffen die gleichen Mannschaften wie im Januar 2001 aufeinander. "Revanche-Gelüste" werden also nicht ausbleiben, wenn die Herausforderer aus Thüringen, der polnischen ersten Liga und der Küste Titelverteidiger Aue erneut "zum Tanz bitten". Nicht zuletzt kommt es unterm Hallendach zum ersten Derby zwischen Erfurt und Jena in dieser Saison. Das Motto des 8. Erfurt-Cups lautet erneut "Nord gegen Süd", wobei Widzew Lodz mit seinem technisch gepflegten Fussball der "lachende Fünfte" sein könnte. Für Unterhaltung während des Turniers sorgen die Altstars von Rot-Weiss Erfurt und Carl-Zeiss Jena: Heun, Busse, Krebs und Co. fordern die Irmscher, Ducke, Raab und Co. zum ewig jungen Duell. Das wird sicher viel Stimmung auf den Rängen erzeugen. Neben den Spielen wird es weitere Highlights geben. "Oddset - die Sportwette" bietet nämlich dem Fan mit dem größten Fachwissen am Abend die Möglichkeit, 1500 € mit nach Hause zu nehmen. Dafür müssen die Anhänger nur 4 ausgewählte Begegnungen des Turniers richtig vorhersagen. Unter den Spielscheinen mit den meisten richtigen Tipps wird der Gewinner ermittelt und vor dem letzten Match verkündet. Das Turnier im Überblick:

Teilnehmer:

Widzew Lodz
VfB Lübeck
Erzgebirge Aue
Carl-Zeiss J***
Rot-Weiss Erfurt

Preisgeld:

1. Platz: 2000 €
2. Platz: 1000 €
3. Platz: 500 €
Bester Torschütze: 250 €
Bester Torwart: Sachpreis
Bester Spieler: Sachpreis

Regeln:

Spielfeldgröße: 44 x 23 Meter
Belag: mit quarzsand verfüllter Kunstrasen
Mannschaftsstärke: 1:4 (pro Team können max. 12 Spieler eingesetzt werden)
Regeln: gültige Hallen-Regeln des DFB und mit Bande
Spielzeit: 2 x 7 Minuten
Schiedsrichter: Stefan Weber (2. Bundesliga/ Eisenach) und Torsten Jauch (Regionalliga / Benshausen)

Eintrittspreise:

13 € bzw. 9 € für Jugendliche bis 16 Jahre, Schwerbeschädigte, Schüler, Studenten

Vorverkauf:

In Erfurt: Sporteck Romstedt (Tschaikowskistraße)
Reisebüro Stops (Arnstädter Straße)
TA-Ticket-Shop (Neuwerkstraße)
Domsport Menz (Paulstraße)
Lotto-Annahmestellen im TEC, den Globus Märkten, Anger 1 und im Thüringenpark

In J***: Kaufland (Lobeda-West und J***-Nord)
City-Karree (am Holzmarkt)
 
 
 

SuperRegio-Cup: Ominöse drei Sekunden

RIESA (TA/go/dpa).Mit einer Galavorstellung den Hallenthron erobert und Weihnachtsgeld in die Mannschaftskasse gespült: Für Nord-Regionalligist Erzgebirge Aue hat sich mit dem Gewinn des 3. Super-Regio-Cups der Ausflug nach Riesa gelohnt. "Wir haben mit dem Sieg geliebäugelt, aber nicht unbedingt damit gerechnet", bekannte Marko Kurth vom "inoffiziellen nordostdeutschen Hallenmeister", der sich wie seine Kollegen über 3000 Mark Siegprämie freuen durfte. Mit dem 7:0-Finalsieg gegen Magdeburg trug sich Aue zum zweiten Mal in Folge in die Siegerchronik ein. 

Guter Dritter wurde der FC Rot-Weiß. Das freute Trainer Jens Große: "Wir haben uns teuer verkauft", sagte er nach dem 6:1-Kantersieg im "kleinen Finale gegen den Dresdner SC, den man bereits im Gruppenspiel mit 4:2 in die Kabine geschickt hatte. Den Finaleinzug hatte jedoch Magdeburg mit dem Abpfiff (4:3) verhindert. Dabei war dem Zeitnehmer aber ein Fehler unterlaufen, da der mit einer zweiminütigen Zeitstrafe bedache Dobry zu früh von der Strafbank aufs Feld sprang und das Leder drei Sekunden vor Schluss zum entscheidenden Tor versenkte. "Das Team hatte aber trotzdem Spaß. Das ist beim Hallenfußball am wichtigsten", so Große.

Vor 5200 Zuschauern in der Sachsen-Arena brachte den Erfurtern das gute Abschneiden 1000 Mark ein, die in die Mannschaftskasse flossen. Einen großen Anteil daran hatte Frank Seifert, der im Spiel um Platz drei mit vier Toren zum Matchwinner avancierte. "Hoffentlich verzeihen mir das die Dresdner. Ich will nämlich Weihnachten in meiner Heimatstadt bei meinen Eltern feiern", sagte er nach der Partie schmunzelnd.

In der Vorrunde mühte sich Champion Aue eher recht als schlecht, aber das Finale wurde zum Schaulaufen. "Wir haben uns kontinuierlich gesteigert. Vor allem von der Moral meines Teams bin ich begeistert", lobte Trainer Gerd Schädlich. Zwei Ehrungen heimste Erzgebirge dann auch noch ein: Marcel Salomo avancierte mit fünf Treffern zum Torschützenkönig, Jörg Hahnel wurde zum besten Torhüter des Turniers gewählt.

Im Finale zu Statisten degradiert, doch die Handschrift von Achim Steffens bei Magdeburg ist unverkennbar. Unter dem Ex-Coach vom VfB Leipzig legten die Bördeländer in der Regionalliga zuletzt eine Erfolgsserie hin. Und auch beim "Budenzauber" überzeugte der FCM in der Vorrunde mit Spielwitz und Raffinesse. Im Finale war gegen Aue, das man im Gruppenspiel noch 2:1 besiegt hatte, der Akku leer. Für den FCM  lieb ein Trostpflaster: Sören Holz wurde zum besten Spieler gekürt.

Überraschend musste Zweitliga-Absteiger Chemnitzer FC bereits nach der Vorrunde die Segel streichen. "Ohne Niederlage auszuscheiden, ist bitter. Aber das Team hat bravourös gekämpft", wollte Coach Matthias Schulz keine Kritik aufkommen lassen. Auch Dynamo Dresden erging es nicht besser - trotz der frenetischen Unterstützung der 1500 mitgereisten Anhänger.

Erfurt: Twardzik, Reschke - Sträßer, Oswald, Seifert, Emmerich, Szewczuk, Hartung, Raspe, Friedrich, Ziegner, Loose.

Tore: Raspe (4), Seifert (4), Emmerich (2), Ziegner (2), Oswald (2), Sträßer (2), Szewczuk (1), Hartung (1).
 
 
 

SpVgg Ansbach 09   :   FC Rot - Weiss - Erfurt   1:0  (0:0)

Neuling SpVgg Ansbach hat seinen sechsten Saisonsieg in der Fußball-Regionalliga Süd eingefahren. Die Mannschaft von Hans-Jürgen Brunner besiegte den FC Rot-Weiß Erfurt mit 1:0 (0:0). Vor 1300 Zuschauern verwandelte Jörg Müller in der 49. Minute einen Strafstoß zum «Tor des Tages».
Damit wahrte der Aufsteiger seine Chancen auf den Klassenerhalt. Erfurt ist durch den erneuten Punktverlust weiter im Tabellenmittelfeld platziert. Die Fans sahen ein begeisterndes Kampfspiel, in dem der Gast in der ersten Halbzeit mehr Spielanteile besaß. Erfurts Schlussmann Robert Reschke verschuldete durch sein Eingreifen gegen Christian Wiesner den Strafstoß. Im Verlauf des zweiten Durchgangs waren die Gastgeber dem 2:0 näher, als die Thüringer dem Ausgleich.
Statistik:
Erfurt: Reschke, Strässer, Oswald, Hebestreit, Hartung, Friedrich, Pätz, Ziegner, Bach, Loose, Ganzauge
Ersatz: Lisek, Seifert, Emmerich, Szewczuk, Raspe
Trainer: Große
Ansbach: Raffel, Keßler, Eisenberger, Müller, Wolfram, Brunner, Paul, Schleicher, Wiesner, Goth, Fischer
Ersatz: Kadlubowski, Schmitt, Demir, Esslinger, Kowacic, Pospischil
Trainer: Bartusch
Tore: 1:0 Müller(FE 50.min)
Karten:Gelb 30. Hartung 50. Reschke 63. Fischer 75.Müller
Zuschauer: 1350
 

Henri Fuchs vermasselt Sensation im Steigerwaldstadion
FC Rot-Weiss-Erfurt  -  Hertha BSC  1:2 n. V. (1:1,1:1)

Was nach 45 Sekunden (0:1 Beinlich) noch nach einem Debakel aussah, endete in einem 120-minütigem Erfurter Sturmlauf! Noch vor der Pause erzielte Hebestreit (44.) per Kopf - nach schöner Vorarbeit von Fuchs - den wichtigen und längst verdienten Ausgleich. Zuvor vergaben die Rot-Weissen Chancen im Minutentakt. In der 2.Halbzeit das gleiche Bild - der RWE machte das Spiel und erarbeitete sich mehrere 100%ige (Henri Fuchs hatte allein 4 davon) ohne den Ball im Tor unter zu bringen. Die Entscheidung fiel in der Verlängerung, als Dardei aus 14 Meter frei zum Schuß kam und das 1:2 markierte. Danach alles beim Alten: Erfurt nur noch im Vorwärtsgang, von Hertha nichts zu sehen. Der eingewechselte Marco Dittgen machte seine Ruf als "Chancentod" wiedereinmal alle Ehre, er  brachte das Kunststück fertig aus vier Metern nicht das völlig leere Tor sondern nur den Pfosten zu treffen. Als moralischer Sieger vom Platz zu gehen kann da nur wenig trösten.
Fazit: 1. Tolles Spiel einer kämpferisch und vor allem spielerisch überlegenen Erfurter Mannschaft, die einen Sieg verdient hätte. 2. Berliner Bauernfussball - frei nach dem Sprichwort: "Die dümmsten Bauern ernten die größten Kartoffeln!"