26.RWE-Trier

FC Rot-Weiß Erfurt - SV Eintracht Trier 3:0

Der FC Rot-Weiß meldet sich im Abstiegskampf zurück. Durch einen 3:0-Heimsieg über Trier haben die Erfurter das rettende Ufer wieder in Sichtweite.
Gesagt, getan. Weil Frank Schneider ihm vor dem Spiel zugesichert hatte, seine Familie künftig zu beherbergen, versprach Senad Tiganj dem Direkter des Hotels "Linderhof" in Linderbach drei Tore gegen Trier. Unglaublich, dass er dieses Versprechen dann auch einlöste.



 

Tiganjs Einsatz für van Buskirk war auch die einzige Änderung gegenüber der 2:3-Niederlage in Aue. Und der Slowene zeigte gleich, wie wenig ihm der Platz auf der Bank in der Vorwoche gefallen hatte. Den ersten Eckball durch David versenkte er mit platziertem Kopfball zur ersten Führung unter Trainer Kocian. Zwei Minuten später vollendete der Neuzugang aus Ljubljana eine Vorarbeit von Hebestreit gekonnt. Allein auf Ischdonat zulaufend guckte er den Eintracht-Keeper clever aus und schob das Leder zum 2:0 ins kurze Eck.

Sein Doppelschlag sorgte nicht nur für tolle Stimmung auf den Rängen. Der Nieselregen, der kurz vor dem Anpfiff eingesetzt hatte, hörte ebenfalls auf. Allerdings nahm in der Folge auch der rot-weiße Angriffselan ab. Statt weiterhin den Kontrahenten mit aggressivem Forechecking zu Ballverlusten zu zwingen, zog sich die Mannschaft zurück und überließ den Trierern das Mittelfeld. Diese fanden jedoch im ersten Durchgang keine Lücke, wurden nur durch Pekovics Distanzschüsse zwingend. Seinen ersten Versuch konnte Twardzik parieren (19.), der zweite landete auf der Lattenoberkante (22.).



 

Danach beschäftigten sich die Gäste mehr mit dem Schiedsrichter als mit einer möglichen Aufholjagd. Ihre ständigen Diskussionen und die vielen Unterbrechungen konnten den Rot-Weißen recht sein. Sie brachten die erste Halbzeit hinter sich, ohne ernsthaft in Gefahr zu geraten. Vor der Pause besaß das Team sogar Chancen zum 3:0. Doch Tiganj verpasste eine Flanke von Dworrak um Haaresbreite (36.), und David scheiterte nach einem Konter an Ischdonat (43.).


 

In die zweite Hälfte starteten die Thüringer erneut verheißungsvoll. Trier verlor gegen den attackierenden Dworrak vor dem eigenen Strafraum das Leder, Tiganj bedankte sich und markierte per Flachschuss ins lange Eck das 3:0. Eine beeindruckende Effektivität, gegen die die Eintracht-Abwehr machtlos war. Zwar versuchten es die bereits in den vorangegangenen acht Auswärtspartien sieglos gebliebenen Moselstädter fortan mit drei Angreifern. Bis auf Marics Schlenzer, der den Kasten knapp verfehlte (51.), gelang ihnen kaum etwas. Und als Labak und Racanel in der Schlussphase doch einmal entwischt waren, bestach Twardzik mit Klasse-Reflexen (80./83.).


 

Trainerstimmen




 

Statistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Twardzik - Richter, Keller, Traub, Bürger - David (74. Schnetzler), Barletta, Kreuz (GK), Dworrak - Tiganj (82. Neitzel), Hebestreit (71. van Buskirk)

Eintracht Trier: Ischdonat - Marell, Koch (GK), Mamic, Pelzer - Sinisterra (GK), Keller (68. Robben), Pekovic (GK), Racanel - Labak (GK), Patschinski (73. Reis)

Schiedsrichter: Henschel (Braunschweig)

Zuschauer: 7.519

Tore:
1:0 Tiganj (7.), 2:0 Tiganj (9.), 3:0 Tiganj (50.)


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