21.Kaiserslautern-RWE

1. FC Kaiserslautern (A.)-FC Rot-Weiß Erfurt 1:1

Dem Erfurter Powerplay der letzten fünf Minuten mit gut einem halben Dutzend Chancen hielt das Schlusslicht stand. 1:1 (0:1) trennte sich der FC Rot-Weiß gestern auf dem Nebenplatz am Betzenberg von den Kaiserslauterner Amateuren.
"Was der Punkt wert ist, wird sich erst kommenden Samstag gegen Offenbach zeigen", befand Rot-Weiß-Coach René Müller. Und er betonte: "Die Partie hätten wir auch verlieren können." Und er spielte dabei auf die Großchance des Lauterner Stürmers Boskovic an, der in der 83. Minute alleingelassen vor Keeper Twardzik aufgetaucht war, aber daneben schoss.
Dabei waren die Erfurter in der spielerisch ansprechenden 1. Hälfte vor rund 600 Zuschauern - 200 waren mitgereiste Erfurt-Fans - gut gestartet und hielten die Räume bemerkenswert eng. Und die Thüringer Schlachtenbummler konn- ten sogar die zu diesem Zeitpunkt verdiente Führung nach einem gelungenen Standard bejubeln: Stürmer René Müller wurde in der 32. Minute gefoult. Und der junge Torjäger ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen: Er verwandelte aus 20 Metern mit links ins rechte obere Eck - unhaltbar für Lautern-Keeper Clauss.


Vor allem Müller und erneut der agile Neuzugang Nicu verdienten sich über weite Phasen der Partie als auffälligste RWE-Akteure Bestnoten. Ein zweiter Treffer blieb ihnen allerdings versagt. Auch, weil sich die Gastgeber mit ihrem Abwehr-Leitwolf Hengen nach dem Rückstand merklich steigerten.
Zunehmend ruppiger gestaltete sich das Duell in der 2. Hälfte. "Es wurde zunehmend zäher", schätzte RWE-Trainer Müller ein. Und selbstredend hing die Schlüsselszene mit einer Foul-Situation zusammen: Erfurts Richter und Kaiserslauterns König beharkten sich in der 51. Minute im Rot-WeißStrafraum. Einer zupfte dem anderen am Jersey - und auch umgekehrt. Was Schiri Kristek (Büdingen) sah, war die Aktion des Erfurters. Konsequenz: Elfmeter. Und der ausgefuchste Boskovic schritt zum Punkt, versenkte knallhart und flach in Twardziks rechtes Eck zum Ausgleich. Die Erfurter ließen sich davon nicht entmutigen. Und Stürmer Ronny Hebestreit hatte in der 61. Minute die größte Chance zur neuerlichen Führung auf dem Fuß: Nach einem klassischen Lauterer Fehlabspiel stürmte er allein auf den Clauss-Kasten drauflos, verstolperte aber unmittelbar vorm Abschluss den Ball.
Auch die Schlussoffensive, in der Erfurt alles auf eine Karte setzte, sah durchaus vielversprechend aus. Klingmann, die eingewechselten Offensivkräfte Glöden und Neitzel und auch Richter besaßen kurz vor dem Abpfiff eine ganze Serie guter Möglichkeiten, scheiterten aber allesamt knapp.
Wie schnell dieser Druck aber nach hinten hätte losgehen können, bewies immer wieder Boskovic, der auch nur kleinste Fehler rasch in Konter umzuwandeln versuchte. "Deshalb denke ich: Letztlich geht dieses Ergebnis auch in Ordnung", meinte Rot-Weiß-Trainer René Müller sachlich und ruhig nach dem Spiel. Damit bleiben die Erfurter auf dem 2. Rang, der zum Aufstieg berechtigen würde. Wie wertvoll oder schmerzlich in der Endabrechnung ein solches Remis ist, wird spätestens am 5. Juni gelüftet


Statistik

. Kaiserslautern (A): Clauss - Vreven (46. Berndt), Hengen, Glibo, Schäfer - Koch, Loison (GK/86. Bzducha), Reuter (GK), Kiral (61. Akten) - König, Boskovic.

FC Rot-Weiß Erfurt: Twardzik - Fall (GK), Richter (GK), Traub, Klingmann - Hopp (61. Okic), Kresin, Zedi - Müller (82. Neitzel), Hebestreit (GK), Nicu (87. Glöden).

Schiedsrichter: Kristek (Büdingen

Zuschauer: 600

Tore: 0:1 Müller (23.), 1:1 Boskovic (52. Foulelfmeter).


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