Stadion

Fassungsvermögen: 23.000 Zuschauer Geschichte:
17. Mai 1931 Eröffnung der Mitteldeutschen Kampfbahn
Eröffnungsspiel: Mitteldeutschland - Brandenburg 3:0
1952: Namensänderung in Georgij-Dimitroff-Stadion
1970: 1000 Lux Flutlichtanlage
1974: Elektrische Anzeigentafel
1993: Abriss der Holztribüne
1994: Einweihung der neuen Tribüne


Mitteldeutsche Kampfbahn1935

Zur Geschichte
1927 begann die Stadt Erfurt im Süden Erfurts, am Fuße des Steigerwaldes, mit dem Bau eines großen Sportkomplexes Namens "Mitteldeutsche Kampfbahn". Fertigstellung und Einweihung des Stadions mit einem Fassungsvermögen von ca. 35000 Zuschauern war der 17.05.1931. Anlässlich des Länderspieles Deutschland - Rumänien wurde 1935 auf der Westseite eine 1270 Plätze fassende Holztribüne errichtet.

Zum Länderspiel am 25.05.1935 kamen dann auch 35000 Zuschauer. Nach dem 2.Weltkrieg diente das Stadion zunächst der sowjetischen Militäradministration, u.a. wurden auf dem Spielfeld Kartoffeln angebaut! Erst 1948, als unter dem Namen "Fortuna" wieder erste Erfolge gefeiert werden durfte, bekamen die Erfurter Kicker die Erlaubnis, in der "Mitteldeutschen Kampfbahn" Fußballspiele auszutragen. In Zuge einer Stadionrenovierung und der Aufbringung einer Rasenfläche wurde am 06.11.1948 das Stadion neu eröffnet und in "Georgij-Dimitroff-Stadion" (Name eines Bulgarischen Kommunisten) umbenannt. Aus den 50er-Jahren stammt auch der absolute Zuschauerrekord. Das Spiel Turbine Erfurt (ehemals Fortuna) gegen Chemie Leipzig sahen 47390 Zuschauer.


In den 70er und 80er Jahren wurde das Stadion mehrfach umgebaut und renoviert. So fand am 06.10.1970 die Flutlichtpremiere (1000 Lux) statt. Inzwischen hatte man auch eine Tartanbahn (400 m), eine elektronische Anzeigetafel und Traversen mit Betonstufen und Wellenbrechern errichtet. Unvermeidlich waren 1976 und 1981 das Errichten von Zäunen und Blockabtrennungen.


Nach der Politischen Wende in der DDR wurde das Stadion nach einer Umfrage in der Bevölkerung (1991) in "Steigerwaldstadion" umbenannt. Mit Einzug des FC ROT-WEISS ERFURT in die 2.Bundesliga in der Saison 1991/1992 erhielt der Verein strenge Auflagen zur Nutzung der inzwischen fast 60 Jahre alten Holztribüne. Im Zuge der Bewerbung um die Leichtathletik-Weltmeisterschaften 1994 erhielt das Stadion auch eine moderne Tribüne. Zwischen 1993 und 1994 wurde dann an der Stelle der alten Holztribüne, eine 4000 Sitzplätze fassende Betontribüne mit Zeltüberdachung und Holzbindern errichtet. Heute verfügt das Stadion neben 4000 Tribünenplätzen und 2000 unüberdachte Sitzplätzen am Marathontor noch über 14000 Stehplätze. Die heutige Gesamtkapazität beträgt also ca. 20000 Plätze.


Flutlichtspiele können leider derzeit im Steigerwaldstadion nicht durchgeführt werden. Nach dem letzten Flutlichtspiel am 31.03.1999 wurde das fast 30 Jahre alte Flutlicht abgebaut und neue Masten errichtet. Die Flutlichtpremiere sollte am 04.12.1999 gegen den FC Erzgebirge Aue erfolgen. Leider war wenige Tage zuvor ein Mast der Flutlichtanlage kurz unterhalb der Strahler abgeknickt, so dass aus Sicherheitsgründen auch die restlichen 3 Strahler demontiert werden mussten. Auch heute noch, fast 3 Jahre nach diesem Unglück, können die Masten ohne Strahler im Stadion begutachtet werden. Wie lange diese Situation anhält? Gute Frage, die wir nach aktueller Sachlage noch nicht abschätzen können. 


07.03.2003 - Flutlichteinweihung

Der erste Flutlicht-Abend seit dem 31. März 1999 (1:2 gegen Zwickau) begann spektakulär. Mit Feuerwerk, Wunderkerzen und Fallschirmspringern, die mit dem Ball auf den Rasen flogen. Um 19.32 Uhr erfolgte der Anstoß unter den 288 Strahlern der vier Masten, deren Aufbau über drei Jahre gedauert hatte.


hell erleuchtet: das Steigerwaldstadion

Postkarten vom Stadion


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