32.RWE-Verl

FC Rot-Weiß Erfurt - SC Verl 3:0

Durch den klaren 3:0-Sieg waren nach dem Apfiff nicht nur die Rot-Weiß Fans erleichtert, auch den Spielern dürfte eine gehörige Last von den Schultern gefallen sein. Der Sieg war schlichtweg Pflicht, was anderes zählte gegen die bereits abgeschlagenen Verler im Heimspiel nicht und diese Erwartungshaltung stellte letztendlich die größte Hürde dar.

Verl stand von Beginn an gut und tief, machten geschickt die Räume eng und so fiel es den Rot-Weißen schwer, ihre Offensivabteilung gut in Szene zu setzen. So dauerte es auch bis zur 22. Minute, ehe Erfurt endlich mal durch eine Standardsituation Gefahr erzeugen konnte. Diese nutzten sie zur Freude der fast 7000 Zuschauer auch gleich. DaSilva brachte endlich mal nach einem Freistoß einen Ball hoch und gut in den Strafraum. Wolf sprang am höchsten und traf per Kopf zum 1:0.

Danach lief das Rot-Weiße Angriffsspiel etwas besser, da Verl sich ein bisschen mehr öffnen musste. Eine sich daraus entwickelnde Chance vergab Cinaz nur ganz knapp. Nach sehr schöner Vorarbeit von Brückner, er hatte sich auf seiner linken Seite gegen drei Gegenspieler durchgesetzt, traf Cinaz mit einem 16-Meter-Schuss aus zentraler Position nur den Pfosten (28.). Ebenso knapp setzte er einen direkten Freistoß aus 22 Metern in der 45. Minute über das Tor.

Auch in die zweite Hälfte startete Rot-Weiß mit einer guten Chance. DaSilva, von Brückner gut in Szene gesetzt, scheiterte mit einem Heber (50.). Die nächste Großchance vergab Cinaz, nachdem er eine flache Hereingabe von daSilva nicht richtig traf (64.). Von Verl war nicht viel zu sehen, zwei ganze Schüsse waren als Chancen im gesamten Spiel zu vermerken. Einmal in der 18. und einmal in der 57. Minute. Dennoch kam Mitte der zweiten Halbzeit Unsicherheit unter den Erfurtern auf. Sie ließen sich mehr und mehr hinten rein drängen. Man spürte mit einem mal die Angst vor einem möglichen Ausgleich. Erinnerungen an Babelsberg wurden wach. Aber, sie überstanden diese Phase, blieben gefährlich und lauerten auf Konter. Einen solchen fuhren die Erfurter in der 76. Minute über Peßolat und Brückner, welcher zum mitgelaufenen Jabiri legte. Dieser brauchte dann nurnoch ins leere Tor zum 2:0 einschieben. Auch Tor Nummer 3 entstand nach einem Konter. Dieser wurde auch über Brückner initiiert, über Hampf nach vorne getragen und konnte letztendlich von daSilva mit einem Schuss unter die Latte vollendet werden (85.). Zum Schluss hätte der eingewechselte Hampf noch erhöhen können, scheiterte aber an Verls Kalintas (87.).

Fazit
Die Höhe des Sieges täuscht ein wenig über den Spielverlauf hinweg. Klar ist ein Drei zu Null eine eindeutige Sache, aber vor allem in Halbzeit zwei hatte man Phasenweise das Gefühl, dass dies hätte auch anders enden können. Die Offensivaktionen der Rot-Weißen waren lediglich bei den astrein vorgetragenen Kontern mit klarem Zug zum Tor, zuvor gab es gegen tief und dicht stehende Verler viele Unzulänglichkeiten und Fehlabspiele. Gegen ein solch destruktives Team zu spielen ist nunmal nicht sehr spaßig, weshalb das wichtigste an der Sache ist, dass die Pflichtaufgabe erfüllt ist und die drei Punkte eingetütet sind. So kann man beruhigter nach Magdeburg fahren, die Blau-Weißen kommen lassen und via Konter einen Nadelstich nach dem anderen setzen. Wenn dies gelingt, kann man eventuell noch nach mehr als der Pflichtaufgabe 3. Liga schauen.



Trainerstimmen

Karsten Baumann (FC Rot-Weiß Erfurt): "Nach vorn haben wir heute nicht überzeugend gespielt. Trotzdem war es eine konzentrierte Leistung. In der Defensive standen wir sicher und haben unsere Chancen konsequent genutzt. Am Ende war es ein verdienter Sieg für uns."

Mario Ermisch (Verl):
"Meine Mannschaft hat es nicht verdient, hier 0:3 zu verlieren. Denn in der ersten Halbzeit hatte Erfurt nur eine Chance. Auch in der zweiten Hälfte ist bis zum 2.0 nicht viel passiert. Erfurts Sieg geht in Ordnung, ist aber vielleicht ein Tor zu hoch."



Statistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen - Schnetzler (58. Nowak), Holst, Pohl, Heller - Wolf (65. Hauswald), Peßolat, Cinaz, Brückner - Rockenbach, Jabiri (83. Hampf)

SC Verl 1924: Kalintas - Beck, Saur, Cinar, Rogowski - Hagedorn, Remmert, Pagano (78. Hop), Bamba, Mainka - N'diaye

Tore: 1:0 Wolf (22.), 2:0 Jabiri (77.), 3:0 Rockenbach (85.)

Zuschauer: 6.915

Schiedsrichter: Viktora (Siegbach)


Quelle: !com



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