27.WSV-RWE

Wuppertaler SV - FC Rot-Weiß Erfurt 0:3

Erfurt begann mit der Anfangsformation von Kiel. Also auch mit den leicht angeschlagenen Thiago Rockenbach und Dennis Malura.
Die nur etwa 2100 Zuschauer im „Stadion am Zoo“ sahen eine zerfahrene erste Halbzeit, bei der man dem Gastgeber jederzeit den Druck anmerkte, unbedingt gewinnen zu müssen, um seine letzte theoretische Chance auf den Klassenerhalt zu nutzen. Das sorgte in vielen Aktionen für Verkrampfung. Die Rot Weißen machten sich diesen Umstand, wie schon drei Tage zuvor in Kiel, die in der gleichen Situation wie Wuppertal gewesen waren, taktisch gut zu Nutze. Man ließ den Gegner kommen, um im entscheidenden Augenblick Nadelstiche zu setzen. Die erste Chance hatte Rot Weiß dann nach einer Viertelstunde durch einen Schuß von Kammlott aus 13 Metern Entfernung, der von WSV-Torwart Maly nur mit dem Fuß geklärt werden konnte.
Es dauerte 27 Minuten, bis der WSV sich erstmals zeigte. Einen gewaltigen Freistoß von Vata, der trotz leichter Verletzung aufgeboten worden war, konnte Orlishausen mit Mühe fausten.
Nach einer guten halben Stunde dann die Erfurter Führung. Nach einem schlampigen Abspiel der Gastgeber vor dem eigenen Strafraum, schnappte sich Carsten Kammlott den Ball, passte auf Hauswald, der von Schäfer nur noch in höchster Not gefoult werden konnte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Thiago Rockenbach da Silva in der 33.Minute sicher ins rechte untere Eck zum 0-1. Dies war gleichzeitig der verdiente Halbzeitstand.

Auf das Spielfeld kehrte Erfurt mit Andreas Sponsel für Dirk Orlishausen als Torhüter zur 2. Halbzeit zurück. Orlishausen hatte Probleme mit der Leiste.
Rot Weiß überließ den Wuppertalern in diesem 2. Durchgang fast gänzlich die Initiative ohne die Kontrolle zu verlieren und gelegentlich durchaus Konterchancen zu suchen, um den Vorsprung auszubauen. Ein solcher Konter hätte in der 64.Minute beinahe zur Vorentscheidung geführt, aber Semmer scheiterte aus 12 Metern an Keeper Maly. Fünf Minuten später vergab erneut Tino Semmer, der den Blick für den frei stehenden Thiago Rockenbach vermissen ließ. In der 77. Minute dann doch die Entscheidung für die Thüringer, durch den 11. Saisontreffer von Carsten Kammlott. Diesmal zeigte Rockenbach wie es geht. Er bediente Semmer, der auf Kammlott und
Erfurts bester Torschütze traf aus 16 Metern. Für den (aus Sicht der Gastgeber traurigen) Schlusspunkt sorgte ein Eigentor von Lorenz zum 0-3.
Erfurt überglücklich und verdienter Sieger.



Trainerstimmen

Peter Radojewski (Wuppertaler SV): "Ich bin enttäuscht. Wir hatten eine gute Vorbereitung auf das Spiel. In der ersten Halbzeit war meine Mannschaft blutleer. Ich war fassungslos, wie sich die Mannschaft präsentiert hat, wir sind viel zu spät in die Zweikämpfe gegangen. Nach dem Wechsel hat sich meine Mannschaft bemüht, am Ende haben wir verdient verloren. Der Sieg für Erfurt geht in Ordnung. Wir rücken jetzt näher zusammen."

Stefan Emmerling (FC Rot-Weiß Erfurt): "Ich bin zufrieden. Das war ein verdienter Sieg auch in dieser Höhe. Eigentlich ging es für uns um nichts mehr, gefallen hat mir, dass meine Männer die Berufauffassung gezeigt haben, die jeder Fußballer haben sollte. Wir waren in der Offensive besser als Wuppertal. Das einzige Manko war die Chancenverwertung. Nach dem 1:0 hätten wir schneller das 2:0 machen müssen. Wir wollten heute die 50-Punkte-Marke knacken, und für die Mannschaft gibt es ja auch noch Prämien für die Urlaubskasse."



Statistik

Wuppertal: Maly - Neunaber, Lorenz, Schäfer, Neppe - Stickel – Rodrigues (35. Minute Weikl), Asaeda, Celikovic (38. Minute Bernhardt) - Vata, Formento (46.Minute Dressler)

FC Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen (46. Minute Sponsel) – Malura, Pohl (75. Minute Humbert) ,
Möckel, Hillebrand – Stenzel, Cinaz, Rockenbach, Hauswald – Semmer, Kammlott ( 88.Minute Lüttmann)

Tore: 33. Minute 0-1 Rockenbach, 77.Minute 0-2 Kammlott, 87. Minute 0-3 Lorenz (Eigentor)

Zuschauer: 2.093

Schiedsrichter: Benjamin Cortus (Nürnberg)

Gelbe Karten: 47. Minute Fatmir Fata für Wuppertal, 54. Minute Dennis Malura für Erfurt, 67.Minute Carsten Kammlott für Erfurt



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