27.Luebeck-RWE

VfB Lübeck - FC Rot-Weiß Erfurt 0:2

„Wieder mal drei Punkte RWE“ hätten die Fans des FC Rot-Weiß Erfurt im Stadion an der Löhmühle anstimmen können, nachdem sie nach der enttäuschenden Niederlage am vergangenen Dienstag gegen Borussia Dortmund II das Lied „Und schon wieder keine Punkte RWE“ gesungen hatten. Schließlich hatte heute die Mannschaft von Pavel Dotchev die drei Punkte in trockenen Tüchern und glänzte wieder durch eine geschlossene Mannschaftsleistung.

Dotchev überraschte vor dem Spiel erneut mit einigen Veränderungen in der Startelf. Im Tor gab es den Wechsel, dass Ratajczak, nach den letzten Patzern von Stamm-Keeper Orlishausen, wieder zwischen den Pfosten stand. Weiterhin durfte zum Beispiel Silvio Pätz wieder von Beginn an ran. Dafür musste dann Stoppelkamp auf der Bank platz nehmen.

Lübeck, in der Tabelle auf Platz vier, hatte auch die erste Chance des Spiels. Heun legte per Kopfball auf Neumann (4.) auf und der schießt den Ball nur knapp neben das Tor des RWE. Erfurt war anfangs mehr bemüht, in der Abwehr gut zu stehen. Sie wurden nur bei Standards richtig gefährlich. Einen Freistoß schoss Alexander Schnetzler einfach mal ganz frech direkt auf das Tor von Lübeck-Keeper Frech, der die Kugel gerade noch über das Tor lenken konnte. Die darauf folgende Ecke – Schnetzler führte sie wieder aus – genau auf Kumbela (15.) und der springt genau im richtigen Augenblick hoch. Kullig kommt zu spät und Erfurts Top-Torjäger erzielt die Führung. Damit hatte Lübeck wahrlich nicht gerechnet. Da kam ein seit drei Monaten siegloser Verein an die Lohmühle und erzielt dann auch noch den ersten Treffer. Die Hansestädter wirkten nach dem Treffer in der Abwehr leicht verunsichert. Die merkte man besonders in einer Situation, als totales Chaos im Lübecker Strafraum war. Kumbela bekam nach einem Freistoß von Schnetzler (29.) den Ball, nachdem Zimmermann über die Kugel sprang. Allerdings versprang bei Kumbela der Ball und er konnte das Leder nur noch mit einer Flanke reinbringen, bei der Hirsch ebenfalls über den Ball springt und fast noch Holst zum Abschluss kam. Lübeck konnte die Situation doch klären. Rot-Weiß nun mit mehr Mut und Zug zum gegnerischen Tor. Sie wurden durch die Verunsicherung der Lübecker Abwehr, förmlich aufgemuntert mehr nach vorn zu machen. Erfurt hielt sogar dem Pressing des VfB stand und setzte Zeichen durch gute Konter. Durch solch einen Konter wurde auch das folgende Tor erzielt. Bunjaku holt klasse einen Ball aus der Luft, passt auf seinen Sturmpartner Kumbela (39.), der läuft auf Frech zu und erzielt mit Übersicht sein zweites Tor des Tages zum 2:0 für den RWE. Mit dieser guten Leistung der Dotchev-Elf ging es dann auch in die Kabinen.
Erfurt musste nun in der zweiten Hälfte sehr gut aufpassen, dass nicht der gleiche Fehler unterlief, wie im Heimspiel gegen den 1. FC Magdeburg. Denn da führte man genau so mit 2:0, gab das Spiel dann für 15 Minuten aus der Hand und am Ende gab es nur ein 2:2-Unentschieden. Doch die Thüringer standen dieses Mal sicherer in der Abwehr und ließen kaum etwas anbrennen. Die Lübecker gaben sich zwar nicht auf und versuchten die Rot-Weißen unter Druck zu setzen, aber Holst und Co. ließen kaum zwingende Chancen zu. In der Lohmühle hatten sich die VfB-Fans schon sehr früh einen Schuldigen ausgesucht. Es war Schiedsrichter Thomas Frank aus Hannover. Allerdings hätte man eher die eigene Abwehrleistung bemängeln müssen, da dort die meisten Fehler entstanden. Die Hansestädter hätten noch eine weitere Halbzeit spielen können und es wäre bestimmt kein Tor gefallen. Erfurt mit keinen Problemen das 2:0 zu sichern. Im Gegenteil man hätte die Führung sogar ausbauen können. Somit blieb es auch bis zum Abpfiff bei dem Sieg des RWE. Dies ist der erste Sieg im Jahr 2007. Den Letzten hatte man am 10.12.2006 gegen die zweite Mannschaft von Borussia Mönchengladbach geholt. Der Mannschaft sah man die Erleichterung an, endlich mal wieder drei Punkte eingefahren zu haben.


Bericht: Andy Möbius
Quelle: www.rot-weiss-erfurt.de



Trainerstimmen

Pavel Dotchev (FC Rot-Weiß Erfurt): "Der Sieg geht in Ordnung. Wir haben hier kontrolliert gespielt und auf Fehler von Lübeck gewartet. Heute hat alles geklappt. Ich bin glücklich. Der Sieg war wichtig. Ratajczak hat ein gutes Spiel gemacht. Ich hatte den Eindruck, dass Orlishausen den Kopf nicht frei hatte. Deshalb habe ich ihn nicht gebracht."

Uwe Erkenbrecher (Lübeck): "Wir haben uns viel vorgenommen heute und haben aber in der ersten Halbzeit gegen schwarz-rot Kumbela gespielt. Bei uns fehlten heute die Frische und die Klasse. Das war ein verdienter Sieg für Erfurt."



Statistik

VfB Lübeck: Frech - Rump, Neumann, Hirsch, Dogan - Kullig (50. Türkmen) - Hoffmann (59. Bärwolf), Wölk (46. Baltes), Zimmermann - Heun, Kruppke

FC Rot-Weiß Erfurt: Ratajczak - Schnetzler, Nowak, Bertram, Heller - Holst - Brunnemann (46. Hebestreit), Pätz, Brückner (71. Cornelius) - Bunjaku (85. Görke), Kumbela

Tore: 0:1 Kumbela (15.), 0:2 Kumbela (39.)

Karten: Neumann, Dogan, Bärwolf - Schnetzler, Hebestreit, Bunjaku

Zuschauer: 5.100

Schiedsrichter: Frank (Hannover)



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