23.RWE-Aalen

FC Rot-Weiß Erfurt - VfR Aalen 0:0

Ein bisschen gespenstisch mutete es schon an. Wie Nebelschleier zog der Qualm der Bratwurstroste über das Spielfeld. Hinter den leeren Besucherblöcken waren die Stadionzäune mit dunklen Planen versehen. Laut DFB-Auflage durfte Kiebitzen keine Chance geboten werden, einen Blick auf den Rasen zu erhaschen. Und weil die Aalener ihr Kontingent von 300 Karten nicht ganz ausgeschöpft hatten, verfolgten sogar noch weniger als die erlaubten 1800 Zuschauer das "halbe Geisterspiel".

Die Erfurter begannen wie erwartet mit Cinaz für den gesperrten Peßolat, der nach seiner Roten Karte in Stuttgart drei Meisterschaftsspiele zuschauen muss. In der Innenverteidigung erhielt Möckel den Vorzug vor Loose. Und die Abwehr hatte gegen das offensivschwächste Team der Liga (nur 19 Saisontore) mehr zu tun, als ihr lieb sein konnte. Aalen stand nicht nur kompakt, sondern konterte auch schnell und geradlinig. Durch Leichleiter (33.) und Bohl (44.) sowie später durch Sailer (63.) besaßen die Gäste einige Großchancen zum entscheidenden Tor.

"Wir sind zwar enttäuscht, weil wir unbedingt gewinnen wollten. Wenn man aber die Aalener Möglichkeiten sieht, müssen wir mit dem Punkt zufrieden sein", anerkannte Trainer Karsten Baumann. Dem Kollegen Petrik Sander ging es ähnlich, "weil Erfurt nach der Pause viel Druck gemacht hat". Für ihn wog der Zähler "schwerer, weil wir auswärts antreten mussten". Dennoch einte beide Trainer die zwiespältige Gefühlslage, einerseits die Niederlage vermieden, andererseits aber den möglichen Sieg vergeben zu haben.

18.03.2009 Von Marco ALLES

Quelle: www.thueringer-allgemeine.de



Trainerstimmen

Karsten Baumann (FC Rot-Weiß Erfurt): "Die Enttäuschung ist schon groß. Wir hatten uns mehr vorgenommen. Wenn man den Spielverlauf einschätzt, muss man mit einem Punkt zufrieden sein. In der Offensive waren wir nicht in der Lage, uns entscheidend durchzusetzen. Man hat meiner Mannschaft angemerkt, dass sie körperlich und geistig nicht richtig frisch war."

Petrik Sander (Aalen): "Es war ein gerechtes Remis. Auch wenn der Punkt für uns nicht Fisch und nicht Fleisch ist. In der ersten Halbzeit hatten wir auch eine 100prozentige. Wenn wir die machen, läuft es anders. In der zweiten Hälfte hatten wir bei der Erfurter Drangphase das Glück auf unserer Seite."



Statistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen, Stenzel, Pohl, Möckel, Schnetzler, Hauswald (72. Ströhl), Cinaz, Rockenbach, Semmer, Pagenburg, Cannizzaro

Aalen: Linse, Schöckel, Sichone, Bader, Stegmayer, Lechleiter (75. K. Andersen), A. Hofmann, Haller, Bohl, Sailer (86. Schneider), Nagorny

Tore: Fehlanzeige

Karten: Schöckel (4)

Zuschauer: 1.682

Schiedsrichter: Ittrich (Hamburg)



22.Jena-RWE
24.Bremen-RWE