22.RWE-Ingolstadt

FC Rot-Weiß Erfurt - 1. FC Ingolstadt 04 2:1

Rainer Hörgl wechselte in der Startaufstellung unserer Mannschaft gleich auf fünf Positionen: Handke, Ströhl, Humbert, Pagenburg und Lüttmann durften von Beginn an ran. Diese Wechsel entfalteten bereits in der Anfangsphase ihre Wirkung. Erfurt bestimmte die Partie und spielte engagiert nach vorn. Nach einem tollen Steilpass von Rockenbach konnte Lüttmann im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden. Den fälligen Strafstoß verwandelte Rockenbach sicher und erzielte damit bereits sein sechstes Saisontor (10.).

Auch die nächsten Minuten waren die Erfurter optisch überlegen, konnten sich aber keine weiteren Torchancen erarbeiten. Mit dem ersten Eckball und der ersten guten Offensivaktion gelang Ingolstadt der Ausgleich: Leitl brachte den Ball scharf in den Strafraum hinein und Metzelder hatte keine Mühe, die gute Flanke aus sechs Metern einzuköpfen (22.). Fortan bestimmten die „Schanzer“ das Spielgeschehen, kombinierten gefällig im Mittelfeld und brachten mit ihren guten Steilpässen die Erfurter Hintermannschaft nicht nur einmal in Verlegenheit. Auch nach Standards blieb der FCI gefährlich – Handke musste nach einer Ecke auf der Linie klären (33.).

Rot-Weiß konnte nur durch Fernschüsse von Lüttmann und Pagenburg Torgefahr ausstrahlen – beide verfehlten das Gehäuse von Keeper Sejna jedoch deutlich. Die beste Gelegenheit sein Team in Führung zu bringen hatte Fink, der mit einem Volleyschuss nur knapp den Kasten von Orlishausen verfehlte (44.). Somit ging es etwas glücklich für die Erfurter mit 1:1 in die Kabinen.

In der zweiten Halbzeit verlor die Partie weiter an Tempo. Erfurt fand spielerisch kaum Mittel gegen die gut stehende Defensive des Tabellendritten, einzig der Einsatz stimmte. Der fleißige Pagenburg zog nach 53 Minuten mal aus 20 Metern ab, den Ball konnte Keeper Sejna aber gut abwehren. Besonders gute Anspiele in die Spitze und präzise Flanken von den Außenpositionen waren aber Mangelware. Sportchef Rainer Hörgl wechselte dann Carsten Kammlott für Chhunly Pagenburg ein und dieser Wechsel sollte sich auszahlen.

Nach Bölstlers Balleroberung im Mittelfeld konnte Lüttmann den Ball per Kopf auf den startenden Kammlott verlängern. Der 20-jährige ließ mit seinen Antritt die komplette Hintermannschaft der Gäste stehen und schob überlegt mit links zum 2:1 ein. Danach warf der FCI alles nach vorn und kam auch durch Buchner noch einmal zu einer Chance. Sein Ball ging aber gut einen Meter über das Tor. In der Schlussminute war es Orlishausen, der den Erfurtern den Sieg mit einer tollen Parade gegen Demir sicherte. Somit avancierten Rainer Hörgl mit seiner Einwechslung und Carsten Kammlott mit seinem siebten Saisontor zu den Matchwinnern.



Trainerstimmen

Rainer Hörgl (FC Rot-Weiß Erfurt): „Wir haben heute konzentriert gespielt und sind durch den Elfmeter gut ins Spiel gekommen. Meine Mannschaft hat heute das Gesicht gezeigt, was wir immer sehen wol-len. Wir müssen in Zukunft noch konstanter spielen, um nach oben schauen zu können."

Michael Wiesinger (Ingolstadt): „In der ersten Halbzeit kam Erfurt, begünstigt durch den Elfmeter, besser ins Spiel. Wir waren zeitweise zu passiv. Erfurt spielte einfacher nach vorn. Der Sieg für Erfurt ist am Ende verdient, wenn auch etwas glücklich. Wir müssen jetzt sehen, dass wir wieder aufstehen."



Satistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen, Malura, Pohl, Handke, Ströhl, Bölstler, Humbert, S. Becker (70. Hauswald/88. Hillebrand), Rockenbach, Pagenburg (79. Kammlott)
Lüttmann

FC Ingolstadt: Sejna, Fink, Metzelder, Wittek, Mölzl, Keidel, Bambara (84. Gerber), Buchner, Leitl, Hartmann, Neuendorf (75. Demir)

Tore: 1:0 Rockenbach (10. Foulelfmeter), 1:1 Metzelder (22.), 2:1 Kammlott (81.)

Karten: Keidel, Fink

Zuschauer: 3.289

Schiedsrichter: Dankert (Rostock)

[Christopher Kissmann,
10.03.2010]



21.Offenbach-RWE
23.Unterhaching-RWE