15.RWE-Emden

FC Rot-Weiß Erfurt - Kickers Emden 1:1

Weiterhin kann sich der FC Rot-Weiß Erfurt als ungeschlagen bezeichnen. Inzwischen ist man schon seit neun Spielen ohne Niederlage. Auch wenn Dotchev sich einen Sieg gewünscht hatte, sprang nur ein 1:1 im heimischen Steigerwaldstadion raus.

Nach langer Zeit bekam Ronny Hebestreit von Dotchev die Gelegenheit sich von Beginn an zu beweisen. Er ersetzte den gesperrten Domi Kumbela. Ansonsten gab der RWE-Coach der gleichen Mannschaft das Vertrauen, wie in Leverkusen.

Erfurt startete sehr gut ins Spiel und hatte nach einer Schnetzler-Ecke die erste Möglichkeit, als Holst über das Emdener Tor köpfte. Zunehmend bemerkte man aber, dass sich bei den Rot-Weißen Unsicherheiten einschlichen. Einen dieser Fehler nutzte Tornieporth, der einen schlechten Pass von Bertram auf Holst abfing und clever im 16er auf Vujanovic spielte, der aus 8m sicher zum 0:1 (10.) einschob. Nach diesem frühen Gegentor „sind wir wach geworden und haben dann bis zur Halbzeit stark gespielt“, analysierte Dotchev nach dem Spiel. Dies zeigte sich durch Chancen von Schnetzler (17.), dessen Freistoß, Neunaber an den eigenen Pfosten hämmerte und durch Stoppelkamp (24.), der nach einem Schnetzler-Freistoß den Ball bekam und ihn ebenfalls an den Pfosten ballerte. Im Nachschuss scheiterte Hebestreit an Hoffmeister. In dieser Phase verlief das Spiel sehr hektisch, da Erfurt die Kickers sehr unter Druck setzte. Gefährlich wurde es für die Emdener meist bei Standards des RWE, die aber alle ungenutzt blieben. Kurz vor der Pause ertönte ein Pfiff von Schiedsrichter Joerend – doch nicht der Halbzeitpfiff, sondern er zeigte auf den Elfmeterpunkt. Bunjaku wurde von Altin im Strafraum gerissen. Der Gefoulte trat selber an und versenkte sicher ins linke Eck zum Ausgleich (45.) für Rot-Weiß.

In der zweiten Halbzeit standen zunächst beide Abwehrreihen sicher und ließen keine Chancen zu. Die Erfurter Druckphase ging weiter und Kickers Emden stand mit Mann und Maus in der eigenen Hälfte. Mit Kopfbällen von Hebestreit und Schnetzler (67.) gab es erst echte Möglichkeiten, die aber BSV-Keeper Hoffmeister entschärfte. Emden kam in der gesamten zweiten Hälfte nur einmal mit einem Schuss von Vujanovic gefährlich vor das Tor von Michael Ratajczak, der aber glänzend parierte. Der Fascher-Elf reichte das Unentschieden und so rührten sie in den letzten Minuten Beton an, als Rot-Weiß Erfurt alles auf eine Karte setzte. Für den Führungstreffer fehlte Schnetzler und Co. aber das richtige Konzept und daher blieb es nach 90 Minuten beim 1:1. Der FC Rot-Weiß Erfurt bleibt damit zwar zum inzwischen neunten Mal ungeschlagen, aber erneut sprang kein Sieg in der englischen Woche raus. In der Tabelle rutscht man dadurch auf Platz sieben, aber der Abstand zur Abstiegszone konnte weiter vergrößert werden.



Trainerstimmen

Pavel Dotchev (FC Rot-Weiß Erfurt): "Es war ein schweres Spiel. Emden hat sich als kompakter Gegner gezeigt. Wir haben in der Anfangsphase einige Fehler geleistet. Erst nach dem Gegentor sind wir wach geworden. Bis zur Pause haben wir dann stark gespielt. Nach dem Wechsel waren wir zwar optisch überlegen. Insgesamt fehlte aber die Zielstrebigkeit nach vorn. Aus dem Spiel heraus kam zu wenig."

Mark Fascher (Emden): "Wir wollten früh stören. Nach unserem Führungstreffer hat Erfurt Druck gemacht. Das 1:1 war unglücklich. Nach dem Wechsel standen wir gut. Das Ergebnis war insgesamt verdient, auch wenn wir bei den Pfostenschüssen viel Glück hatten."



Statistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Ratajczak - Schnetzler, Holst, Bertram, Heller - Brunnemann, Stoppelkamp (81. Beck), Peßolat (80. Görke), D. Brückner (74. Cornelius) - Hebestreit, Bunjaku

BSV Kickers Emden: Hoffmeister - Spahic - Gundelach, Neunaber - V. Altin (62. Nachtigall), Tornieporth, Zedi - Grgic, F. Schindler (87. Tammen), Cerci (69. Ansorge) – Vujanovic

Schiedsrichter: Joerend (Lübbecke)

Tore: 0:1 Vujanovic (10.) ; 1:1 Bunjaku (45. / Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Schnetzler – Grgic

Zuschauer: 4.413



14.Leverkusen-RWE
16.St.Pauli-RWE