15.RWE-FCM

FC Rot-Weiß Erfurt - 1. FC Magdeburg 4:1

Der FC Rot-Weiß Erfurt hat sich mit einem klaren 4:1-Sieg gegen den 1.FC Magdeburg auf Platz zwei der Regionalliga-Nord geschossen. Grundlage für den Sprung auf einen Aufstiegsrang war eine klare Leistungssteigerung nach der Pause und eine ordentliche Chancenverwertung.




 

Trainer Dotchev musste zum Ost-Derby auf drei wichtige Spieler verzichten. Alex Schnetzler (5. Gelbe Karte), Thiago Rockenbach (Verletzung) und Domi Kumbela (rote Karte im Pokalspiel gegen Geisa) mussten das Spiel als Zuschauer verfolgen. Hauswald rückte dafür in die Viererkette, Wolf und Jabiri durften von Beginn an ran.

Erfurt begann zwar das Spiel aktiver, aber Magdeburg spielte sich dafür die größeren Chancen heraus. So musste Stenzel nach einer Gerster-Ecke Prest’s (10.) Kopfball von der Linie kratzen. Die Gäste erhöhten dann zunehmend den Druck, um sich in der Erfurter Hälfte festzusetzen. Habryka (14.) und Müller (23.) sorgten für weitere Möglichkeiten die Führung der Magdeburger zu erzielen. Noch unter der Woche hatte RWE-Coach Dotchev vor den gefährlichen Standards des FCM gewarnt, doch gerade durch solch eine Standardsituation fiel das 0:1. Nach einer Ecke kommt eine Flanke gut in den Strafraum und Grundmann (27.) köpft zur Gäste-Führung ein. Ab hier war nun für den RWE Ärmel hochkrempeln angesagt. Doch erst kurz vor dem Pauspfiff kamen die Thüringer erst auf Betriebstemperatur. Cinaz war es dann, der den wichtigen Ausgleich vor der Halbzeit erzielte. Nach einer Eingabe von Brückner behielt Cinaz (45.) die Übersicht in einer wuseligen Situation und schob zum 1:1 ein.

Den Seitenwechsel nutzten die Gastgeber um Selbstvertrauen für den zweiten Durchgang zu tanken. Dieses zeigte sich z.B. im Zweikampfverhalten und im Zusammenspiel. RWE war es nun, der den Gegner unter Druck setzte. Magdeburg wurde zum Großteil nur bei Kontern gefährlich und überliess nun den Rot-Weißen mehr Spielanteile. Die Sturmspitzen Bunjaku und Jabiri wurden mehr von den Außen bedient und verschafften sich so mehr Möglichkeiten. Ein Schuss von Bunjaku (55.) wurde gerade noch geblockt und ein Kopfball von Jabiri (56.) ging knapp vorbei.

Auf der Gegenseite sorgte der eigene Mann für Gefahr. Holst fälschte einen Schuss von Müller (58.) unglücklich ab, der knapp am Außennetz landete. Rot-Weiß Erfurt ließ sich aber nicht beirren und versuchte weiter die Führung zu erzielen. Nachdem sich Jabiri auf rechts den Ball eroberte und in den 16er flankte, konnte der Schuss von Bunjaku noch abgeblockt werden, aber als Wolf (60.) der Ball vor die Füße sprang, zog dieser einfach ab und machte das Tor. Der FCM war sichtlich geschockt von dem Gegentreffer und ließ ab dann die Erfurter das Tempo bestimmen. Viel ging über die schnellen Außen Brückner und Wolf. Der junge Ex-Düsseldorfer legte sogar noch ein Tor nach, indem er nach einer sehr schönen Kopfballkombination von Bunjaku über Jabiri ins Tor von Beer köpfte. Wolf (71.) erhöhte somit sein Trefferkonto auf fünf Saisontore und meldete sich mit dem Doppelpack nun endlich wieder mit Toren zurück, nachdem er längere Zeit nicht hundert Prozent fit war. Nur wenige Minuten später deutete sich das nächste Tor an. Schiedsrichter Steuer zeigte auf den Elfmeterpunkt, als Bunjaku von Wejsfelt umgerempelt wurde. Der gefoulte schoss dann auch selber und verwandelte sicher zum 4:1 (75.).

Der RWE zog sich nach dem vierten Treffer keinesfalls zurück, ließ das Spiel dann ruhiger angehen und hatte den FCM gut unter Kontrolle. Die gut 8100 Zuschauer sahen jedenfalls eine gute zweite Halbzeit der Gastgeber und somit einen verdienten Sieg. Als der Schlusspfiff ertönte, brach der Jubel aus. Endlich konnten die Erfurter wieder einen Heimsieg feiern, nachdem man gegen Cottbus verloren hatte und Dresden ein Unentschieden mitnahm. Die Torfabrik der Liga (35 Treffer in 15 Spielen) ist nun wieder da und klettert auf Platz 2 der Tabelle und somit auf einen Aufstiegsplatz.



Trainerstimmen

Pavel Dotchev (FC Rot-Weiß Erfurt): "Bis zum Gegentor waren wir zu passiv und haben zu viele Standards zugelassen. Das 0:1 hatte sich angedeutet. Der Ausgleich kam dann natürlich zum richtigen Zeitpunkt. In der zweiten Halbzeit haben wir dann mit mehr Risiko gespielt und die Magdeburger mehr unter Druck gesetzt. Dadurch war unser Sieg auch verdient."

Dirk Heyne (Magdeburg): "Ich muss das Ergebnis erstmal sacken lassen. Das 4:1 ist eine Katastrophe. Bis kurz vor der Halbzeit haben wir ordentlich gespielt. Aber wir haben uns trotz der Führung unnötige Ballverluste geleistet. Nach dem Erfurter 2:1 sind wir eingebrochen. RWE hat mit viel Tempo gespielt. Bei den anderen zwei Gegentreffern sahen wir dumm aus. Wir müssen jetzt die Ärmel hochkrempeln."



Statistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Maczkowiak - Hauswald, Nowak, Holst, Kohlmann - Wolf (79. Schubert), Cinaz, Stenzel (82. Peßolat), Brückner - Bunjaku, Jabiri (88. Ivanov)

1. FC Magdeburg: Beer - Grundmann, Prest, Wejsfelt - F.Müller (79.Probst), Habryka (65. Tornieporth), A.Müller, Gerster, Neumann - Lindemann, Jarakovic (46. von der Weth)

Tore: 0:1 Grundmann (27.), 1:1 Cinaz (45.), 2:1 Wolf (61.), 3:1 Wolf (72.), 4:1 Bunjaku (75./Foulelfer)

Zuschauer: 8.108

Schiedsrichter: Steuer (Menden)



14.Verl-RWE
16.Luebeck-RWE