10.Bremen-RWE

SV Werder Bremen - FC Rot-Weiß Erfurt 1:2

Fußball-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt hat beim SV Werder Bremen II mit 2:1 (1:1) gewonnen - und das in Unterzahl. Denn Dominick Kumbela wurde bereits zum zweiten Mal in dieser Saison frühzeitig vom Platz gestellt. Schon am zweiten Spieltag beim 1:1 in Dortmund sah der RWE-Stürmer "Rot", diesmal die Ampelkarte. "Ich bin sehr glücklich über diesen Sieg. Wir haben sehr viel investiert und sind belohnt worden", meinte Pavel Dotchev, der Chef-Trainer des FC Rot-Weiß, er sich nach dem Spiel über Kumbelas Aktion nicht äußern wollte. Werder Bremen II: Pellatz - Holsing, Mohr, Stallbaum, Erdem - Harnik (62. Heider), Kruse, Artmann - Schmidt (68. Hessel), Löning (84. Ronneburg), Schindler.




 

Die Gäste aus Thüringen begannen mit der Elf, die am vergangenen Sonnabend Spitzenreiter Wuppertal mit 5:1 vom Platz gefegt hatte. In der Anfangsphase tasteten sich beide Mannschaften unter den Augen vom Ex-Erfurter Clemens Fritz ab und zeigten durchaus Respekt voreinander. Das zog sich bis weit in die erste Halbzeit hinein. Mit der ersten echten Chance des Spiels ging Erfurt dann in Führung. Eine Flanke von Daniel Brückner versenkte Albert Bunjaku per Kopf aus Nahdistanz zum 1:0 (26.). Das war bereits das siebente Saisontor des Schweizers. Doch die Hausherren blieben die Antwort nicht lange schuldig. Kevin Artmann traf mit einem 17-m-Hammer halbhoch ins linke Eck zum 1:1 (30.). Nun wurden die Bremer spielbestimmend und hatten Chancen zur Führung. Beim Schuss von Frank Löning war RWE-Keeper André Maczkowiak auf dem Posten (36.), wenig später schoss Artmann drüber. (37.). So ging es mit dem 1:1 in die Pause.

Nach dem Wechsel war es erneut Löning, der das 2:1 auf dem Fuß hatte, aber sein Schuss ging nur ans Außennetz (48.). Dann der Schock für das Dotchev-Team. Denn Kumbela hatte erneut seine Nerven nicht im Zaum und flog nach einem Ellenbogenschlag im Kopfballduell mit Sandro Stallbaum vom Platz (54.). Aber die Mannschaft ließ sich nicht beirren und kam durch Brückner, der aus 14 Metern ins linke Eck traf, zur erneuten Führung (59.). "Das war für uns die Initialzündung", meinte Martin Hauswald zum Platzverweis. Der Gastgeber drängte nun mit Mann und Maus auf den Ausgleich, doch die Rot-Weißen überstanden mit Glück und Geschick diese Phase. Am Ende stand ein weiterer Sieg auf der Habenseite.



Trainerstimmen

Pavel Dotchev (FC Rot-Weiß Erfurt): "Es war wieder einmal ein emotionsgeladenes und gleichzeitig spannendes Spiel. Wir haben gut angefangen, hinten sicher gestanden. Spielerisch und technisch war Bremen besser. In der Halbzeitpause habe ich gesagt: Hier können wir was holen. Nach der gelb-roten Karte wurde es dann noch spannender. Nach dem 2:1 war Zittern bis zum Ende angesagt. Ich bin sehr glücklich über den Sieg, weil meine Mannschaft viel investiert und toll gekämpft hat."

Thomas Wolter (Bremen II): "Erfurt war heute konsequenter vor dem Tor. Wir waren nur ein Mal konsequent, das war beim 1:1. Wir haben viel Aufwand betrieben, der letzte Tick vor dem Tor hat aber gefehlt. So sind wir ohne zählbares Ergebnis geblieben."



Statistik

Werder Bremen II: Pellatz - Holsing, Mohr, Stallbaum, Erdem - Harnik (62. Heider), Kruse, Artmann - Schmidt (68. Hessel), Löning (84. Ronneburg), Schindler

FC Rot-Weiß Erfurt:
Maczkowiak - Schnetzler, Nowak, Holst, Heller - Hauswald, Cinaz, Rockenbach da Silva (76. Stenzel), Brückner (85. Kohlmann) - Bunjaku (80. Jabiri), Kumbela.

Tore: 0:1 Bunjaku (26.), 1:1 Artmann (30.), 1:2 Brückner (59.)

Zuschauer: 300

Schiedsrichter: Bornhöft (Bad Segeberg)



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