07.RWE-Union

FC Rot-Weiß Erfurt - 1. FC Union Berlin 2:0

Im 49. Aufeinandertreffen und exakt 20 Jahre nach dem 7:1 gegen Union Berlin gab es einen weiteren Sieg für Rot-Weiß. Damit haben wir unsere Bilanz gegen Union zu Hause auf 25 Spiele mit 18 Siegen ausgebaut. Die Tore für uns schossen Domi Kumbela und Albert Bunjaku.




 

Auch im 7. Spiel bleibt der RWE weiter ohne Niederlage und eroberte durch den 2:0-Sieg gegen Union Berlin den dritten Tabellenplatz zurück. Vor 10.243 Zuschauern begannen die Thüringer schwungvoll und das Trio Peßolat, Rockenbach und Bunjaku hätten für einen frühen Treffer sorgen können. Rockenbach wollte dann sogar ein Tor mehr oder weniger erzwingen, als er im 16er eine Flugeinlage hinlegte und er sowie die Zuschauer einen Elfmeter forderten. Der erfahrene Schiedsrichter Rafati fiel aber nicht darauf hinein. Rot-Weiß spielte im weiteren Verlauf sehr clever, was auch Gäste-Trainer Neuhaus zugab. Auch Erfurts Trainer Dotchev sah die erste Halbzeit als bessere Hälfte seiner Mannschaft: “Man hat gut gestanden und kaum Möglichkeiten der Berliner zugelassen.”

Fünf Minuten bevor es dann in die Kabinen ging, hatte dann die RWE-Abwehr einen Blackout. Berlin kam plötzlich zu Chancen. Sie hatte dann auch Benyamina (46.) die beste Möglichkeit für ein Tor zu diesem Zeitpunkt. Patschinski bedient Benyamina und dieser lupft den Ball über Maczkowiak, aber auch über das Tor der Erfurter. Wie Dotchev zugab, dachte er: “Es würde jeden Augenblick in dieser Phase des Spiels ein Gegentor fallen, aber es ging dann zum Glück in die Pause.”

Beide Teams zeigten Anfang der zweiten Hälfte ihr Bemühen das erste Tor des Nachmittags zu erzielen. Die Dotchev-Elf stand aber in der Abwehr sehr gut und Union Berlin versuchte es einige Male mit der Brechstange. Rot-Weiß Erfurt nutzte dann clever seine erste Chance eiskalt zum ersten Treffer. Brückner flankte nach einem Konter über links in den Strafraum, wo sich Kumbela (60.) von seinem Bewacher lösen konnte und per Flugkopfball den Ball zur Erfurter Führung in Glinkers Tor versenkte. Kumbela erzielte damit seinen ersten Treffer nach seiner langen Rot-Sperre. Union-Trainer Neuhaus sagte im Anschluss auf der Pressekonferenz: “Erfurt nutzte seine erste klare Chance zum Gegentreffer und zeigte damit großes Offensivpotenzial.” Allerdings spornte dies die falsche Mannschaft an. Union warf nun alles nach vorn, da sie nichts mehr zu verlieren hatten. Doch selbst Neuhaus musste zugeben: “Wir waren im vorderen Bereich nicht durchschlagskräftig.”

Die Hausherren lehnten sich nicht zurück, sondern erarbeiteten sich weitere Möglichkeiten um die Führung auszubauen. So hatten Wolf (63.) und Rockenbach (74.) weitere Riesenchancen, aber vergaben sie. Der seit einigen Wochen torhungrige Bunjaku sorgte dann für die vorzeitige Entscheidung, als er nach einem Konter über Holst und Brückner auf das Berliner Tor zulief, Glinker ausspielte und zu seinem fünften Saisontreffer einschob. Erfurt beschränkte sich die letzten Minuten nur noch auf Konter und ließ die Gäste kommen, die aber nur noch mit Verlegenheitsangriffen vor das Tor von Maczkowiak kamen und den Sieg nicht mehr in Gefahr brachten. Somit sind die Thüringer auch nach sieben Spielen weiterhin ungeschlagen. Dies kann nur Tabellenführer Düsseldorf ebenfalls aufweisen.



Trainerstimmen

Pavel Dochev (FC Rot-Weiß Erfurt): "Ich bin zufrieden mit dem Spiel und dem Ergebnis. Die Mannschaft hat in den ersten Minuten besser gespielt, die Spielkontrolle gehabt, ist aktiver gewesen. Ab der 40. Minute hatten wir einen Blackout und mussten froh sein, mit 0:0 in die Halbzeit zu gehen. In der zweiten Hälfte haben wir Geduld gezeigt, auf Chancen gewartet und diese eiskalt genutzt. Ich bin zufrieden, wie clever die Mannschaft aufgetreten ist."

Uwe Neuhaus (Union): "Rot-Weiß hat deshalb gewonnen, weil es seine Chancen genutzt hat. Geärgert hat mich, dass wir, als wir ab der 35. Minute besser ins Spiel kamen, aus zwei gute Möglichkeiten von Benjamina kein Tor gemacht haben. In den ersten Minuten der zweiten Hälfte haben wir guten Fußball gezeigt, dann aber den Gegentreffer gefangen und das 0:2 noch obendrauf. Knackpunkt war heute die Chancenverwertung."



Statistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Maczkowiak - Schnetzler, Nowak, Holst, Kohlmann (76. Heller) - Peßolat (81. Cinaz) - Wolf (64. Hauswald), Rockenbach da Silva, Brückner - Bunjaku, Kumbela

1. FC Union Berlin: Glinker - Bemben, Schulz, Ruprecht, Gebhardt (84. Martins) - Spork - Mattuschka, Younga Mouhani (31. Bönig), Zschiesche (80. Streit) - Benyamina, Patschinski

Torschützen: 1:0 Kumbela (60.), 2:0 Bunjaku (76.)

Zuschauer: 10.243

Schiedsrichter: Babak Rafati (Hannover)
SR-Assistenten: Andreas Schönfelder, Björn Förster
Gelb: Hauswald - Ruprecht, Gebhardt



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