06.Aalen-RWE 2:0

VfR Aalen - FC Rot-Weiß Erfurt 2:0

RW Erfurt beklagt abermals ein schmerzhaftes Deja-vu Erlebnis. In der Aalener Scholz-Arena unterlagen wir bei hochsommerlichem Wetter und Temperaturen um 30 Grad mit 0-2. Die Partie war für die Beobachter am Rande, vom Verlauf her, wie eine Kopie unserer Auftritte in Babelsberg und Stuttgart. Dabei waren wir als der Angstgegner für die Süddeutschen angereist. Noch im Winter hatten wir auf der Ostalb mit 4-0 gewonnen. Die Tore für den heute verdienten Sieg der Gastgeber erzielten Sauter und Lechleiter.

RWE begann das Spiel auf der Ostalb mit der gleichen Mannschaftsaufstellung wie zuletzt gegen Osnabrück.

Nach kurzem Abtasten hatte Rot-Weiß die erste (Doppel-)Chance durch Kapitän Zedi (8. Min.) Seinen Schuss klärte Keeper Bernhardt zunächst. Im Nachsetzen verzog Zedi dann den Abpraller, der über Morabit wieder zu ihm zurück kam, aus Nahdistanz rechts am Tor vorbei. Die Aalener Antwort ließ nicht lange auf sich warten. Zunächst prüfte Torjäger Lechleiter unseren Markus Rickert aus halbrechter Position, aber spitzem Winkel und kurz darauf versuchte sich auch Haller mit einem Distanzschuß gegen unseren Keeper (13.Min.) Vier Minuten später kam Dausch für die Gastgeber von rechts an die Strafraumgrenze, zog nach innen und schoß auf das RWE-Tor. Oumari fälschte den Ball ab und Caillas war in letzter Sekunde da um zu klären. Der VfR war in der Folge die spielbestimmende Mannschaft, hatte das bessere Zweikampfverhalten. In der 29. Minute wieder eine Schrecksekunde. Nach einem Freistoß für Aalen von der linken Seite konnte Rickert den Ball nur fausten. Während Caillas noch eine Behinderung unseres Torwarts reklamierte, anstatt zum Ball zu gehen, nutzte der Aalener Kapitän Leandro die Situation und zog aus 18 Metern ab, traf aber nur den Außenpfosten des Erfurter Tors. Glück für RWE. Bis zur Halbzeit konnte der FC Rot-Weiß die Partie dann wieder etwas offener gestalten, hatte aber selbst keine zwingenden Möglichkeiten. Es war ein Kampfspiel, bei dem die spielerische Linie auf beiden Seiten oft vermisst wurde. Die Offensive unseres Teams, mit Manno und Reichwein trat kaum in Erscheinung. Gut und beweglich dagegen unsere rechte Seite mit Ofosu-Ayeh und Morabit, die sich offenbar immer besser verstehen. Über links waren wir im ersten Durchgang dagegen nicht so effektiv. Die Abwehr wiederum stand soweit, sieht man mal von 2-3 Situationen ab, wo sie energischer hätten zufassen müssen. Zur Pause ein 0-0, aber die Gastgeber hatten doch Vorteile besessen.

Zur 2.Häfte kam unser Team unverändert aus der Kabine zurück. Und gleich zu Beginn, wie schon zum Auftakt der 1. Halbzeit eine phantastische Chance für RWE in Führung zu gehen. Drexler bediente Ofosu-Ayeh, von dort kam der Ball zu Zedi, der von der Grundline aus zurückspielte auf Reichwein, doch der scheiterte aus 10 Metern, schoß einen Aalener Verteidiger an. RWE, scheinbar dabei eine Überlegenheit aufzubauen, wurde danach aber wieder, wie schon bei den Auswärtsspielen zuvor, kalt erwischt. Auch der Zeitpunkt des Gegentreffers - wie gehabt- nach knapp einer Stunde Spielzeit. Haller leitete in der 58. Min. den Ball in den Erfurter Strafraum zu Lechleiter, der zwei RWE Abwehrspieler auf sich zog und gekonnt zu Sauter in die Mitte passen konnte. Und Christopher Sauter machte mühelos das 1-0, tunnelte Marcus Rickert aus 5 Metern. Bei der Entstehung dieses Gegentores hatte unsere Mannschaft freundliche Dienste geleistet und sich schon im Mittelfeld ungeschickt, ja fast stümperhaft verhalten. Direkt danach wechselte Trainer Emmerling Stürmer Gaetano Manno aus und brachte Thomas Ströhl. Auch der VfR Aalen wechselte, brachte Marco Calamita für den Torschützen Christopfer Sauter. Und die Parallelität der Ereignisse zu den Spielen zuvor hielt an. Zunächst war Zedi mit einem Kopfball, nach Zuspiel von Ströhl, dem Ausgleich ganz nahe, dann schlug der Gastgeber im Gegenzug erneut gnadenlos zu. Lechleiter, von seinem Torwart Bernhardt gut angespielt passte nach tollem Sololauf bis zur Grundlinie auf Leandro Gresch zurück und der Argentinier erhöhte aus 5 Metern Torentfernung indem er nur den Fuß hinhalten mußte auf 2-0. Thomas Ströhl stand zwar bei ihm, konnte das Tor aber nicht verhindern. Der 31jährige Robert Lechleiter spielte danach weiter groß auf. In der 76. Minute sprintete er an Oumari und Ofosu-Ayeh leicht vorbei, schoss trocken aufs Tor, Rickert klatschte ab und Lechleiter schoss, im 2. Versuch, knapp am Tor vorbei. Kurz vor Schluß ging er vom Feld, wurde ausgewechselt und erntete verdienten Applaus für eine tolle Vorstellung. Auch RWE wechselte noch mal. Sebastian Hauck kam in der 83. Minute für DominikDrexler. Doch auch dieser Wechsel brachte keine Kurskorrektur mehr.

Aalen triumphierte am Ende und wir bleiben auswärts weiter ohne Punkt und Tor. Zudem rutschten wir in der Tabelle weit ab, von Rang 9 auf Platz 14.

Nächste Woche kommt der starke Aufsteiger Darmstadt 98, der heute dem Spitzenreiter einen Zähler abtrotzte.

Trainer Stefan Emmerling : "Es bleibt beim Alten: Wir schaffen es auswärts nicht, den Ball im Tor unterzubringen. In der ersten Halbzeit war Aalen nur bei Distanzschüssen gefährlich. In der zweiten Hälfte starteten wir mit einer Großchance von Reichwein. Dann nutze der VfR seine Möglichkeiten effektiv zu zwei Toren. Der Sieg für Aalen ist verdient.".



Statistik

Tore: 1:0 Sauter (58.), 2:0 Leandro (67.)

VfR Aalen: Bernhardt - Traut, Kister, Mössmer, T. Schulz - Hofmann, Leandro, Dausch (52. Ruiz), Haller - Lechleiter (79. Niziri), Sauter (63. Calamita)

FC Rot-Weiß Erfurt: Rickert - Ofosu-Ayeh, Rauw, Oumari, Caillas - Drexler (82. Hauck), Zedi, Pfingsten-Reddig, Morabit - Reichwein, Manno (62. Ströhl)

Zuschauer: 2.683

W.M.

Quelle: www.rot-weiss-erfurt.de



05.RWE-Osnabrück 0:0
07.RWE-Darmstadt 2:0