01.RWE-Dresden

FC Rot-Weiß Erfurt - SG Dynamo Dresden

Um 20:29 Uhr hatte das Warten auf den Anpfiff in die neue dritte Liga ein Ende. Bundesliga-Schiedsrichter Michael Kempter gab vor mehr als 16.000 Zuschauern im Erfurter Steigerwaldstadion den Startschuss für die Premierensaison. Und auch bei beiden Teams wurde mit dem Anpfiff ein Schalter umgelegt: Von Beginn am legten Erfurt und Dynamo mit hohem Tempo und offensivem Fußball los.

Die erste Riesenchance im Spiel und der neuen Liga hatte gleich Gastgeber Erfurt: Rockenbach da Silva spielte mit schönem Pass in die Spitze den Erfurter Neuzugang Semmer frei, der sich aber abdrängen ließ und nur das Außennetz traf (6.). Auch in der Folge hatte Rot-Weiß etwas mehr vom Spiel und bis zur Pause noch zwei Großchancen: Nach einer Peßolat-Flanke köpfte Wolf den Ball aber nur auf das Tornetz (26.), später ließ sich Wolf nach tollem Pass von Cannizarro den Ball noch von Pelzer wegspitzeln (34.).

Gastgeber Erfurt hatte vor der Pause mehr Spielanteile, Dynamo blieb aber stets mit Fernschüssen gefährlich. Die Schwarz-Gelben nutzten dabei Unsicherheiten auf der linken Erfurter Abwehrseite. Bei der ersten Großchance verzog Wagefeld noch nach Nikol-Zuspiel knapp (38.). Wenig später konnten die etwa 2.500 mitgereisten Dynamo-Fans dann aber nach einem Zusammenspiel zweier Dynamo-Neulinge jubeln: Kügler bediente von der Grundlinie Savran, der aus fünf Metern traf (43.). Das erste Tor in der neuen Liga war gefallen.

Für die Dynamo-Anhänger hielt die Freude auch nach dem Wechsel an. Die Schwarz-Gelben agierten nun aus einer sicheren Abwehr und warteten auf Konter. Das Spiel der Erfurter erlebte dagegen einen Bruch. Die Gastgeber blieben ideenlos, mit vielen Fehlabspielen im Mittelfeld. Die Attraktivität des Spiels litt, Chancen gab es nach dem Wechsel dennoch zu sehen - allesamt Konterchancen für Dynamo. Doch Bröker (59./72.), Savran (68.) und Pfeffer (86.) vergaben auch aus besten Positionen. Bei den Erfurtern ging mit zunehmender Spieldauer die Lockerheit verloren, und die Brechstange blieb bis zuletzt kein adäquates Mittel gegen die Dynamo-Abwehr.



Trainerstimmen

Karsten Baumann (FC Rot-Weiß Erfurt): "In der ersten Halbzeit habe ich guten Fußball gesehen. Wenn wir das 1:0 machen, läuft das Spiel anders. In einer guten Hälfte von uns macht Dresden das Tor. Nach dem Wechsel wollten wir an die Leistung anknüpfen, haben aber zu kopflos agiert. Die Dresdner standen kompakt. Wir hatten nur eine Chance in der zweiten Hälfte, das ist für ein Heimteam zu wenig. In der kommenden Woche müssen wir die Mannschaft jetzt wieder aufbauen und dann in Braunschweig punkten."

Ruud Kaiser (Dynamo Dresden): "In einer schlechten Halbzeit von uns machen wir das Tor. Wir sind zunächst nicht ins Spiel gekommen, 40 Minuten lang war unser Mittelfeld nicht präsent. Kurz vor der Pause ist uns aber ein schön heraus gespieltes, ein Super-Tor gelungen. Nach dem Wechsel haben wir dann kompakt gestanden, gut gespielt und verdient gewonnen."



Statistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen - Schnetzler, Loose, Pohl, Dausel - Wolf (59. Hauswald), Cinaz, Peßolat (75. Carolus), Rockenbach da Silva - Semmer (75. Jabiri), Cannizzaro

SG Dynamo Dresden: Keller - Cozza, Hübener, Grembowietz, Pelzer - Kügler (71. Pfeffer), Jungnickel, Wagefeld, Nikol (88. Kegel) - Savran, Bröker (78. Dobry)

Tore: 0:1 Savran (41.)

Karten: Pohl, Jabiri - Savran, Wagefeld

Zuschauer: 16.000

Schiedsrichter: Michael Kempter (Sauldorf)



Bericht: MDR.de



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