Pokal-RWE-Aachen

FC Rot-Weiß Erfurt-Alemannia Aachen 4:5 n. E.

Fußball-Regionalligist FC Rot-Weiß Erfurt bot in der 1. Hauptrunde im DFB-Pokal eine tolle Leistung, musste sich aber dem Zweitligisten Alemannia Aachen im Steigerwaldstadion geschlagen geben. Im Elfmeterschießen setzten sich die Gäste durch. Hebestreit und Richter hatten bei RWE verschossen. Nach der Verlängerung hatte es 1:1 gestanden.
Pünktlich vor Spielbeginn hatte der Platzregen im Steigerwaldstadion aufgehört, sorgte sogar die Sonne für gute Laune unter den 3612 Zuschauern. Die wurde noch verstärkt durch die Rot-Weißen. Sie erwischten einen Auftakt nach Maß, denn schon nach 7. Minute stand Rene´ Müller nach Freistoß von Branko Okic richtig und konnte den Ball mit dem Kopf über die Linie drücken.
Auf dem 1:0 ruhten sich die Erfurter nicht aus. Aachens Bemühungen, nach vorn zu spielen, beschränkten sich vorwiegend auf Aktionen von Ex-Nationalspieler Karl-Heinz Pflipsen. Ansonsten wurden die Alemannen von den Rot-Weißen schon am Mittelkreis gestört. Und von dort aus nutzten die Platzbesitzer auch jede Möglichkeit, das Tor von Stephan Straub anzuvisieren. So konnte Emanuel Krontiris Erfurts Frank Kaiser nur durch Foul stoppen. Beim 18-m-Freistoß scheiterte Andreas Richter am glänzend reagierenden Straub (18.). Rot-Weiß blieb weiter am Drücker. Als Okic in der 34. Minute allein auf Straub zulief, konnte ihn Aachens Schlussmann im letzten Moment vom Ball trennen. Die erste echte Chance der Gäste hatte Klitzpera per Kopf nach der dritten Ecke (42.) im Halbzeitschluss-Spurt.
Ein richtiger Pokalkrimi wurde es nach der Pause, denn der Zweitligist trumpfte nun stärker auf. So scheiterte Krontiris aus Nahdistanz an Rene´ Twardzik (51.), im Gegenzug rettete Straub gegen den besten Erfurter Kresin. Längst hatte die Stimmung im Stadion ihren Höhepunkt erreicht. Erfurt blieb den stärker werdenden Gästen in einem packenden Spiel nichts schuldig, in dem Aachens Trainer Jörg Berger immer mehr wutentbrannt von seiner Bank aufsprang. Doch statt des möglichen 2:0, ein Kopfball von Rudolf Zedi (74.), kamen die Gäste zum unverhofften Ausgleich. Pflipsen verwandelte einen zweifelhaften Foulstrafstoß sicher (77.). Die Riesen-Chance zum RWE-Sieg in der normalen Spielzeit hatte Müller, doch er schoss in der 90. Minute den Ball zum Entsetzen der Erfurter Fans über das Gebälk in den Himmel.
Hut ab RWE – Ihr habt alles gegeben und wart über 120 Minuten das klar bessere Team!!!!



Statistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Twardzik, Gansauge, Zedi, Traub, Richter, Kresin, Fall, Kaiser (64. Laars), Müller (97. Neitzel), Okic (106. Fuchs), Hebestreit

Alemannia Aachen: Straub, Paulus (87. Landgraf), Klitzpera, Lanzaat (46. Bayock), Blank (GK), Brinkmann (67. Gomez), Grlic, Michalke (GK), Pflipsen, Meijer, Krontiris

Schiedsrichter: Kircher (Rottenburg)

Zuschauer:
3612. Tore: 1:0 Müller (7.), 1:1 Pflipsen (77., Elfmeter)



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