31.RWE-Frankfurt

FC Rot-Weiß Erfurt - Eintracht Frankfurt 0:3

Der FC Rot-Weiß musste einen herben Rückschlag im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen. Bei der 0:3-Niederlage gegen übermächtige Frankfurter waren die Erfurter chancenlos.
Vor dem Spiel passte alles. Tausende Fans strömten ins Stadion und boten einen stimmungsvollen Rahmen für einen schönen Fußballabend. Der Sprung auf einen Nichtab-stiegsplatz hatte in Erfurt eine neue Euphorie entfacht. Doch schon nach drei Minuten war die Freude in den Gesichtern der Rot-Weiß-Anhänger verflogen. Da ging die Eintracht bereits in Führung. Traub hatte den Ball leichtfertig an der Außenlinie verloren, Keller konnte den Schuss von Köhler noch abblocken, aber das Leder landete beim goldrichtig stehenden van Lent. Der bedankte sich mit seinem 16. Saisontor.




 

Mit diesem schnellen Rückstand ging die Kontertaktik der Erfurter, bei denen Fall für Richter ins Team gerückt war, nicht mehr auf. Und beim Versuch, mit den selbstbewussten Hessen mitzuspielen, wurden den Gastgebern klar die Grenzen aufgezeigt. In punkto Ballsicherheit, Schnelligkeit und Raumaufteilung bekamen sie vom Aufstiegsaspiranten eine schmerzhafte Lektion erteilt.

Daran änderten auch die Möglichkeiten von Kresin (7.) und David (21.) nichts, die Pröll glänzend vereitelt hatte. Wie die Eintracht die sich nun bietenden Räume nutzte, war eine Augenweide. Beim Konter zum 2:0 bediente Meier - begünstigt durch Falls Stellungsfehler - den pfeilschnellen Cha glänzend. Dieser ließ Twardzik mit Flachschuss keine Chance. Meiers 3:0 per Volleyabnahme ging eine tolle Kombination über Cha und Cimen voraus. Nach 38 Minuten war das ungleiche Duell entschieden, und Trainer Jan Kocian hatte seine erste Heimniederlage kassiert.




 

"Wir haben viel zu schnell die Gegentore gekriegt. Damit war die Niederlage schon frühzeitig besiegelt", gab Fall hinterher zu. Trotzdem gaben sich die Rot-Weißen nicht auf. Van Buskirk kam noch vor der Pause als weiterer Stürmer. Hebestreit bemühte sich, und Onwuzuruike sorgte mit seinen Dribblings stets für Gefahr. Aber im Abschluss fehlte dem Nigerianer die nötige Präzision (50./51.). Auf der Gegenseite versäumten es van Lent per Kopf (60.) und Köhler (61.) zu erhöhen. Ansonsten beschränkte sich der Favorit, der seine Bilanz auf vier Siege und 13:0 Tore ausbaute, aufs Ergebnisverwalten. Angefeuert von dem nie aufsteckenden Publikum kämpften die Erfurter zumindest um den Anschlusstreffer. Doch weder van Buskirk (65.) noch David (83.) konnten Pröll überwinden.




 

"Wir haben alles versucht", sagte Hebestreit. "Doch man hat gesehen, dass die Frankfurter uns einen guten Schritt voraus sind - wie schon Aachen oder Duisburg." Deshalb würden diese Teams um den Aufstieg ringen, Rot-Weiß hingegen um den Klassenerhalt. Kollege David, der während der ersten Halbzeit mit mehreren Stichen oberhalb der Augenbraue geklammert wurde, bekannte: "Diese Niederlage schmerzt mehr als die Verletzung." Aber Hebestreit meinte trotzig: "Das haut uns nicht um. Wir holen uns beim Karlsruher SC die Punkte."




 

Trainerstimmen

Jan Kocian (Fc Rot-Weiß Erfurt): "Was muss ich alles noch in Erfurt erleben. Bitter war, dass wir schon nach drei Minuten in Rückstand lagen. Dann nutzten wir zwei große Chancen nicht. Beim 0:3 zeigten die Frankfurter, dass sie in der Lage sind, Klasse-Fußball zu spielen. Solche Spielzüge von hinten bis zum Torschuss – alles wurde direkt gespielt – sieht man selbst in der ersten Liga wenig. Wir wollten nach dem Wechsel nach vorn noch etwas versuchen. Dies misslang. Wir müssen nach vorn schauen, haben noch drei Endspiele."

Friedhelm Funkel (EintrachtFrankfurt): "Ich bin sehr zufrieden heute. Meine Mannschaft hat in der ersten Halbzeit eine sehr gute Leistung gezeigt. Husterer und Cimen möchte ich hervorheben, die sehr gut gespielt haben. Dazu war das dritte Tor von Meier eine Meisterleistung. Drei Tore auswärts zu erzielen, auch in Erfurt, ist nicht einfach. Die Gastgeber haben nie aufgesteckt. Wenn sie in den drei restlichen Spielen ebenfalls solche Leistungen zeigen, können sie die Klasse halten."



Staistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Twardzik - Fall, Keller, Traub, Bürger - Kresin (70. Glöden), Zedi (38. van Buskirk) - Kreuz, David, Onwuzuruike - Hebestreit

Eintracht Frankfurt: Pröll - Ochs, Hoffmann, Vasoski, Wiedener - Cimen (85. Reinhardt), Husterer - Meier (80. Russ), Köhler (90. Weißenberger), Cha - van Lent

Tore: 0:1 van Lent (3.), 0:2 Cha (23.), 0:3 Meier (37.)

Zuschauer:
17.507

Schiedsrichter: Kircher

Gelbe Karten: Zedi - Husterer, Russ



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