29.Hertha-RWE

Hertha BSC Am. - FC Rot-Weiß Erfurt 1:0

„Den Auswärtsbann brechen“, stand auf einem Transparent, das einige der circa 350 mitgereisten RWE-Anhänger zu Spielbeginn hochhielten. Allein ihre Hoffnungen wurden auch in Berlin nicht erfüllt.




 

Die knapp 350 Erfurter Fans Foto: clickandburn.de

Auch Björn Brunnemann, Ronny Hebestreit und Alexander Schnetzler, die obwohl gesperrt oder verletzt ihr Team zum Spiel in die Hauptstadt zur seelischen und moralischen Unterstützung begleiteten, waren an diesem sonnigen Tag keine Glücksbringer für Rot-Weiß. Von der Tribüne aus mussten sie mit ansehen, wie Sebastian Hoeneß sich eine Viertelstunde vor Schluss den Ball im Mittelfeld erkämpfte, dann zu einem Solo durch die wie Slalomstangen wirkende RWE-Abwehr ansetzte und schließlich den Ball über den bis dahin souveränen Orlishausen lupfte. „Ein Punkt wäre in Ordnung gewesen“, so RWE-Coach Dochev nach der Partie. Denn Rot-Weiß präsentierte sich keineswegs chancenlos. Aber Hanke verzog in Halbzeit eins gleich dreimal aus aussichtsreicher Position. Und beim Versuch des jungen Rainer Müller nach einer gespielten halben Stunde parierte Hertha-Keeper Pellatz großartig – der Ball sprang von einem zum anderen Pfosten und dann ins Toraus.

„Wir müssen einfach cleverer sein“, lautete Dochevs Fazit und Ausblick auf die beiden anstehenden Heimspiele zugleich. Vor allem über die Offensivleistung in der zweiten Spielhälfte wird der RWE-Coach mit seiner Mannschaft bis dahin zu reden haben. Wenngleich Dochev betont: „Ich kann meiner Mannschaft in puncto Einstellung keinen Vorwurf machen.“ Die zwei kommenden Heimpartien gegen die direkten Konkurrenten aus Münster und Bremen muss Rot-Weiß in jedem Fall erfolgreicher gestalten als das Spiel in Berlin. Denn danach gilt es schließlich erneut den Auswärtsbann zu brechen.



Trainerstimmen

Pavel Dotchev (FC Rot-Weiß Erfurt): "Wir stehen mal wieder mit leeren Händen da. Wir haben in der ersten Halbzeit gut gespielt und hätten in Führung gehen müssen, doch unsere Chancenverwertung war eine Katastrophe. Nach dem Wechsel hatte Hertha mehr vom Spiel, allerdings haben wir keine Chancen zugelassen. Das 1:0 resultierte aus einem Abwehrfehler, danach haben wir aufgemacht und Hertha konnte kontern. Der Druck ist nun wieder größer. Wir müssen am nächsten Wochenende gegen Münster unbedingt gewinnen."

Carsten Heine (Hertha): "Wir sind schwer ins Spiel gekommen und hatten Mitte der ersten Halbzeit Glück, dass Erfurt seine Chancen nicht nutzt. In der zweiten Halbzeit waren wir überlegen, haben aber nie Ruhe ins Spiel bekommen. Nach dem 1:0 haben wir es versäumt, den Sack zu zumachen."



Statistik

Hertha BSC II: Pellatz - Krecidlo, Robert Müller, Bieler, Boateng - Schmidt, Marx (57. Covic) - Ebert (57. Ede), Salihovic - Hoeneß, Dejagah (89. Schrödter)

FC Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen - Pätz (68. Nowak), Bertram, Holst, Stark (60. Six) - Rainer Müller, Hanke, Anicic (46. Schnuphase), Kühne - Onwuzuruike, David

Tore: 1:0 Hoeneß (75.)

Zuschauer: 702

Schiedsrichter: Schmidt (Stuttgart)



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