28.RWE-Elversberg

FC Rot-Weiß-Erfurt - SV 07 Elversberg 2:0

Eine Niederlage gab es für den FC Rot-Weiß gestern Abend gleich mit dem Anpfiff. Der Regionalligist hatte das Duell um die Zuschauergunst gegen den gleichzeitig spielenden Oberligisten FC Carl Zeiss Jena verloren. Beim Abpfiff konnten dann aber auch die Erfurter Rot-Weißen jubeln.
Was die Gastgeber allerdings in der ersten Hälfte boten, war eine Zumutung. Allein Raspe besaß eine Möglichkeit (5.), ansonsten stockte das Spiel nach vorn bereits im Ansatz. Die gesamte Offensiv-Abteilung mit Mittelfeld und Angriff lieferte dabei eine indiskutable Vorstellung, die völlig zu recht beim Gang in die Kabine mit Pfiffen bedacht wurde. Zum Glück hatte Elversberg, das ohne einen einzigen sichtbaren Fan aus dem Saarland angereist war, seine läuferische und technische Überlegenheit nicht in Tore verwandelt. Vor allem beim Pfostentreffer von Donato (31.) fehlten dem Abstiegskandidaten nur wenige Zentimeter zur Führung.



Nach dem Wechsel wurde es aus Erfurter Sicht besser, aber nicht gut. Doch mit der Einwechslung von Akrapovic, der seltsamerweise nicht schon vorher für den verletzt ausgeschiedenen Sträßer (Nasenbeinbruch) ran durfte, kam mehr Linie in die Aktionen. Der Ex-Profi von Energie Cottbus war bei seinem Heimdebüt im Steigerwaldstadion mit einem weiten Pass auf Okic auch am 1:0 beteiligt. Der wichtige Regisseur, der als hängender Linksaußen erneut enttäuschte und dessen Platz wohl nur wie in Hälfte zwei zentral hinter den Spitzen sein kann, überraschte mit seinem Schuss von der Strafraumgrenze Gäste-Torwart Payne. Dieser konnte den Ball nicht festhalten, Dzihic nutzte den Abpraller aus.




 

Endlich wieder getroffen: Enis Dzihic

Danach blieb der FC Rot-Weiß, der nach Aussage von Manager Wilfried de Buhr immer noch die Fusion mit der Fußball-Abteilung des SSV Nord für die kommende Saison anstrebt (die Mitglieder werden entscheiden), weiter überlegen. Ausdruck dessen war gegen die deutlich abbauenden Gäste, der zweite Treffer. Wieder bereitete Akrapovic vor, diesmal nutzte Pätz den Abstauber nach einem Schuss von Dzihic.
Das tröstete ein wenig über die spielerisch fade Gesamt-Vorstellung hinweg, mit der die betroffenen Akteure und Trainer Feichtenbeiner kaum Werbung in Sachen Vertragsverlängerung gemacht haben dürften. So blieb für Mannschaft und Zuschauer als einziger positiver Fakt das Ergebnis. Zumal es den dritten Sieg in Folge bedeutete und die niederlagenlose Heimbilanz weiterhin aller Ehren wert ist.



Interview: Enis Dzihic



Statistik

Erfurt: Twardzik - Ziegner, Gansauge, Loose, Sträßer (23. Mees) - Pätz, Hartung (46. Akrapovic), Raspe, Okic - Hebestreit, Dzihic (88. Bach)

Elversberg: Payne - Loos (66. Mason), Vural, Molz - Gerlach (87. Schommer), Kuci, Lawson, Butrej - Bick, Wittek (69. Fick) - Donato

Schiedsrichter: Viktora (Siegbach)

Zuschauer: 3.275

Tore: 1:0 Dzihic (48.), 2:0 Pätz (83.).



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