25.Düsseldorf-RWE

Fußball-Mafia DFB hat wieder zugeschlagen!



Fortuna Düsseldorf - FC Rot-Weiß Erfurt 3:2

Drei Minuten Nachspielzeit waren angezeigt worden. Als Schiedsrichter Schößling dann in der 94. Minute auf den Punkt zeigte, konnten es die tapfer kämpfenden Erfurter kaum glauben. Der Leipziger wollte ein Foulspiel von Stark an Melunovic erkannt haben, nachdem dieser auffällig leicht zu Fall gekommen war. Heeren trat an – und setzte das Leder knallhart zum 3:2 für die Gastgeber unter die Latte. Der sicher geglaubte Punkt wurde den Thüringen so nach einem tollen Spiel doch noch entrissen.




 

Dieser Bertrug war dann für die Geduld der RWE-Fans doch zuviel.

Dabei hatte dieses eigentlich gut begonnen. Wackelkandidat Dirk Orlishausen konnte trotz seines Jochbeinbruchs und der entsprechenden Maske den Erfurter Kasten hüten und gab seinen Vorderleuten Sicherheit. Die erste Szene gehörte jedoch den Rheinländern, als Podszus vorbei köpfte (10.). RWE versteckte sich nicht und spielte trotz der Auswärtsschwäche frech auf. Folgerichtig dann auch die erste rot-weiße Möglichkeit, Davids Schuss nach Kühne-Zuspiel wurde aber abgeblockt (19.). Kurz darauf musste Holst vor dem einschussbereiten Feinbier retten (22.). Die Anfangsphase war sehr ausgeglichen, das junge Erfurter Team hielt gegen das mit Routiniers und bekannten Namen wie Markus Feinbier, Jörg Albertz und Henry Heeren gespickte Team gut mit. Und hatte auch die nächste Chance: Brunnemann und Hebestreit ließen ihre Gegenspieler mit einem Doppelpass alt aussehen und prompt tauchte „Brunne“ vor Fortunen-Keeper Deuß auf. Der Ex-Cottbuser hatte kein Erbarmen und drosch die Kugel aus zwölf Metern eiskalt ins Tor der Gastgeber – endlich mal eine Auswärtsführung für den FC Rot-Weiß (28.). Die Blumenstädter schienen jetzt hochmotiviert und setzten Düsseldorf immer wieder unter Druck. Brunnemann und Pätz vergaben aber. Auf der anderen Seite scheiterten Podszus an Bertram und Orlishausen, sowie Albertz per Freistoß kurz vor der Pause an der Mauer. Als Schiedsrichter Schößling zu selbiger abpfiff, stand es noch immer 1:0 für das Team um Kapitän Hebestreit.

Kurz nach der Pause konnten die Erfurter erneut jubeln, Kühne hatte getroffen – doch Schiedsrichter Schößling meinte, ein Stürmerfoul von Ronny Hebestreit an Deuß erkannt zu haben (50.). Diese Szene schien wie ein Weckruf für die Düsseldorfer gewesen zu sein, denn fortan starteten die vom Ex-Erfurter Uwe Weidemann trainierten Rheinländer voll durch. So musste Orlishausen vor Lambertz retten (53.) – die RWE-Defensive hatte nun viel zu tun. Lange hielt die Abwehr auch, doch dann fiel sie: Orlishausen verhinderte das Tor zunächst gegen Joker Melunovic und Bertram hätte den Ball einfach nur weghauen müssen, aber Lambertz reagierte schneller. Der zeigte keine Nerven und staubte zum 1:1 ab (71.). Das Spiel Fortuna-Sturm gegen Rot-Weiß-Abwehr ging munter weiter. Wolfs Flanke in den Strafraum konnte kein Rot-Weißer verhindern, Podszus erreichte den Ball und köpfte nur sechs Minuten nach dem Ausgleich zur Führung für die Gastgeber ein (77.). Die Freude der Düsseldorfer währte jedoch nicht lange. Im Gegenzug war es wieder Björn Brunnemann, der über rechts mit einem echten Sonntagsschuss den Ausgleich besorgen (79.) konnte. Die gut 5200 Zuschauer in der LTU-Arena, davon rund 400 mitgereiste Erfurter, erlebten nun einen offenen Schlagabtausch. Zunächst traf David aus gut elf Metern nur das Außennetz (81.), dann konnte auf der anderen Seite Erfurts Orlishausen Wolfs Flanke in letzter Sekunde noch abfangen (90.). Doch dann führte der letzte Angriff des Spiels doch noch zum Tor für Düsseldorf. Trainer Pavel Dochev war dennoch vom Spiel zufrieden: „Wir haben eine sehr gute erste Halbzeit gezeigt. Dann wurde Düsseldorf stärker, aber insgesamt war die Leistung okay“

Von Fabian Zacharias

Quelle: www.rot-weiss-erfurt.de



Stimmen zum Spiel

Uwe Weidemann (Düsseldorf): "Wir haben in der ersten Halbzeit schwach gespielt und folgerichtig auch das 0:1 bekommen. Nach der Pause haben wir besser nach vorn gespielt und Druck gemacht. Dafür sind wir belohnt worden. Für Erfurt ist es bitter, dass sie in der Nachspielzeit das Gegentor bekommen haben, aber wir waren auch schon oft in solch einer Situation. Düsseldorf hat diesen Sieg verdient. Es war ein Sieg der Moral. Wenn der Schiedsrichter diesen Elfmeter nicht gegeben hätte, hätte ich dem Linienrichter den Hals umgedreht. Denn er hatte die Fahne nicht gehoben, obwohl er besser stand. Glücklicherweise hat der Schiedsrichter diese Szene richtig beurteilt. Ich habe mir diese Szene unmittelbar nach dem Schlusspfiff noch einmal ansehen können: Es war ein glasklarer Elfmeter, Melunovic wurde ganz deutlich zu Boden gerissen."

Pavel Dotchev (FC Rot-Weiß Erfurt): "Ich bin der Leistung meiner Mannschaft zufrieden, mit dem Ergebnis aber nicht. Wir hätten ein Unentschieden verdient gehabt. Meine Mannschaft hat großartig gekämpft, ist dafür aber nicht belohnt worden. Der Elfmeter zum Schluss war nicht berechtigt: Die Düsseldorfer haben diese Szene provoziert. Sie wollten die ganze Zeit einen Elfmeter. Robert hat damit nichts zu tun."

Stephan Beutel:
"Das ist Sache des Düsseldorfer Ordnungsdienstes. Es ist doch verständlich, dass unsere Fans nach diesem Spielverlauf sauer sind"

Dirk Böcker:
"Ich habe schon einmal errlebt, dass Erfurter Fans nach Spielende ein ganzes Stadion zerlegt haben, Tore umgerissen haben. Unglaublich."

Dennis Wolf: "Wir haben im Kreis zusammen gefeiert und wollten gerade raus zu den Fans. Da kam unser Betreuer Aleks Spengler angerannt und hat uns geraten, schnell in die Kabine zu laufen. So etwas habe ich noch nie erlebt. Und das im eigenen Stadion!"

Henri Heeren: "Klar, der Druck ist riesig, wenn man in der Nachspielzeit einen Elfmeter zum Sieg verwandeln muss. Ich hatte mich beim Schuss schon vorher für die Mitte des Tores entschieden. Was dann passiert ist habe ich zunächst gar nicht mitbekommen. Dann haben wir aber gemacht, dass wir wegkommen."



Statistik

Fortuna Düsseldorf: Deuß - Steegmann (46. Kruse), Böcker, Eraslan, Canale (70. Melunovic) - Cebe (65. Wolf), Lambertz, Albertz, Heeren - Feinbier, Podszus

FC Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen - Nowak, Bertram, Holst, Stark - Brunnemann (88. da Silva), Hanke, Pätz (90. Gruev), Kühne (81. Onwuzuruike) - David, Hebestreit

Tore: 0:1 Brunnemann (28.), 1:1 Lambertz, (71.), 2:1 Podszus (77.), 2:2 Brunnemann (78.), 3:2 Heeren (90.+3./Elfmeter)

Zuschauer:
5.198

Schiedsrichter: Schössling

Gelb: Steegmann, Eraslan / Pätz, Bertram, Holst, Gruev



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