24.RWE-Lübeck

FC Rot-Weiß Erfurt - VfB Lübeck 0:0

Die alte Fußballweisheit von der Null, die stehen muss, bekommt dieser Tage eine ganz neue Bedeutung, betrachtet man die Heimspiele des FC Rot-Weiß. Eine Woche nach dem torlosen Remis im Spiel gegen Rot-Weiß Oberhausen gab es am Dienstagabend auch in der Nachholpartie gegen Lübeck ein 0:0.




 

Dabei begann die Partie schwungvoll. Beide Teams begannen gut, doch Chancen sprangen dabei nicht heraus. Den ersten Paukenschlag gab es erst nach 17 Minuten: Stephan Hanke zog aus gut 28 Metern ab, schoss das Leder mit voller Wucht nur vor die Latte. Kurz darauf musste Frech erneut eingreifen, als er Kühnes Schuss zur Ecke abwehrte (25.). Selbige brachte aber nichts ein, ebenso Kühnes Freistoß drei Minuten später. Die Nordlichter, haushoher Favorit und Aufstiegsanwärter, wagten sich erst nach einer guten halben Stunde vor das Erfurter Tor. Lübecks Neitzel, letztes Jahr noch im rot-weißen Dress, zog von links ab, der Ball aber verfehlte das Tor knapp (32.). In den letzten 15 Minuten des ersten Durchgangs kam RWE noch einige Male gefährlich nach vorn, machte aber nichts aus den Möglichkeiten. Erschwerend hinzu kam, dass die Lübecker sich kurz vor dem Strafraum oftmals nur noch mit Fouls zu helfen wussten, was Schiedsrichter Schriever jedoch meist ungeahndet ließ.

Nach dem Wechsel passierte zunächst lange gar nichts vor den 3357 Zuschauern im Steigerwaldstadion. Diverse Nickligkeiten und Fehlpässe prägten nun das zerfahrene Spiel, bei dem neben den beiden Teams auch der Referee teilweise ein unglückliches Bild abgab. Erst nach einer Stunde war es Kullig, der Erfurts Orlishausen, erneut mit Maske aus gut 16 Metern prüfte, der Erfurter blieb aber Sieger. Weitere 15 Minuten brauchte es, bis die Hausherren zum ersten Mal in der zweiten Halbzeit vors Tor kamen: Pavel Davids Kopfball nach Six-Eingabe verfehlte jedoch sein Ziel (75.). Die Rot-Weißen versuchten es weiterhin, wobei immer wieder Kumbela, für den gelbgesperrten Hebestreit im Team, und Brunnemann auffielen. Doch auch die Aktionen der Schlussoffensive wurden immer wieder gestört, Lübeck spielte kaum nach vorne und für Erfurt war am Strafraum Schluss.

Und so blieb es auch nach 90 Minuten beim 0:0, gleichbedeutend mit der Punkteteilung. Für die gegen den Abstieg kämpfenden Erfurter gegen den immerhin Vierten der Nord-Gruppe eigentlich ein ganz passables Ergebnis, noch dazu, wo mit Pätz, Hebestreit und Nowak drei Stammspieler gelbgesperrt fehlten. Betrachtet man jedoch den Spielverlauf ist der Punkt gegen den VfB eindeutig zu wenig.

Von Fabian Zacharias.




Quelle: www.rot-weiss-erfurt.de



Trainerstimmen

Stefan Böger (VfB Lübeck): "Wir sind heute auf eine kampfstarke Mannschaft getroffen, die uns in der ersten Halbzeit den Schneid abgekauft hat. Erfurt war engagierter und läuferisch überlegen. Nach der Pause kamen wir besser zurecht. Allerdings muss sich meine Mannschaft spielerisch verbessern."

Pavel Dotchev (FC Rot-Weiß Erfurt): "In der ersten Halbzeit waren wir nah dran am Führungstor. Wir müssen unsere Chancen endlich nutzen. Wir haben heute zwei Punkte verloren und müssen nun am Sonnabend gegen Leverkusen gewinnen."



Statistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Orlishausen - Six, Bertram, Holst - Onwuzuruike (73. Anicic), Brunnemann, Hanke, Gruev (72. Schnuphase), Kühne - Kumbela, David (87. Ullmann)

VfB Lübeck: Frech - Neumann (62. Rump), Schröder (42. Mbidzo), Dogan - Laaser, Kullig, Hirsch, Streit - Möckel - Bärwolf (72. Kresse), Neitzel

Tore: Fehlanzeige

Zuschauer: 3.357

Schiedsrichter: Schriever (Otterndorf)



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