17.RWE-Aalen

FC Rot-Weiß Erfurt - VfR Aalen 4:0

Selbst in der Stunde des Erfolges bleibt Rene´ Müller auf dem Teppich: "Noch ist der Neuaufbau nicht beendet. Wir sind noch nicht konstant genug." 4:0 (2:0) gewannen seine Rot-Weißen am Sonnabend gegen den VfR Aalen - und bestätigten damit die Worte ihres Trainers. Denn was gegen die Bayern-Amateure vier Tage zuvor beim 0:3 zuhause noch kritikwürdig war, die Chancenverwertung, klappte diesmal bestens.
Zwei klare Chancen gab es in der ersten Halbzeit, beide führten zu Toren. Zunächst hatte Hebestreit von der linken Seite wunderbar auf Müller gepasst (12.), später war Erfurts Stürmer Vorbereiter für Hebestreit. Dessen toller Kopfball entschied das Spiel schon vor der Pause (42.).
"Die Tore waren gut für unsere Seele", gab Trainer Müller später zu. Dabei dürfte er vor dem Anpfiff noch einige Bedenken gehabt haben, denn neben den Langzeitverletzten Fuchs, Leopold, Fall und Neitzel, fiel auch noch Laars grippeerkrankt aus. So saßen mit Gerke, Szewczuk und da Silva lediglich drei Feldspieler auf der Bank, die später allesamt noch eingewechselt wurden.
"Ich bin nicht derjenige, der klagt", meinte Müller im Hinblick auf den personellen Notstand beim FC Rot-Weiß. Erfurt lieferte trotz aller Probleme vor allem in der zweiten Halbzeit ein Klassespiel ab, das selbst Gästetrainer Peter Zeidler neidlos anerkannte: "Die haben teilweise begeisternden Fußball gespielt."
In der Abwehr ließ Laars-Ersatz Richter nach anfänglichen Problemen (Chance von Rogosic in der sechsten Minute) mit seinen Nebenleuten nichts anbrennen, und aus dem Mittelfeld machte vor allem Kresin erneut viel Druck nach vorn. Während Erfurts Torhüter Twardzik erst in der 88. Minute durch Mayer einmal ernsthaft geprüft wurde, hatte dessen Gegenüber Potye Schwerstarbeit zu verrichten. Gegen Kaisers 18-Meter-Schuss (60.) war er jedoch ebenso machtlos, wie beim Schlenzer von Zedi, der einen Aalener Abwehrfehler (da Silva) eiskalt bestrafte (63.).
"Das 4:0 war noch untertrieben, denn wir hatten noch viel mehr Chancen", meinte Rene´ Müller später. Okic traf freistehend nicht (62.), und auch Müller versäumte es, mit Kopfball (68.) und Flachschuss (76.) sein Torekonto weiter aufzubessern.



Statistik

FC Rot-Weiß Erfurt: Twardzik, Mees, Traub, Richter, Kaiser, Kresin, Zedi (GK, 84. Gerke), Hopp (GK, 78. da Silva), Okic, Hebestreit, Müller (78. Szewczuk)

VfR Aalen: Potye, Schiele, Ilg, Stickel (58. Mayer), da Silva (GK), Busch (80. Schmiedel), Demirkiran, Brückel, Noll, Hentschke (51. Seeber), Rogosic (GK)

Schiedsrichter: Sippel (München)

Zuschauer: 2036

Tore: 1:0 Müller (12.), 2:0 Hebestreit (42.), 3:0 Kaiser (60.), 4:0 Zedi (63.)



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18.RWE-Bayern(A.)