1974/75

Zurück ins Mittelfeld mit den Zwillingen

n den Prognosen vor Saisonbeginn war der FC Rot-Weiß allgemein erneut in den Kreis der „Gefährdeten“ eingestuft worden, und der Start schien den Pessimisten auch Recht zu geben. Beim Neuling Vorwärts Stralsund wurde 1:3 verloren und gegen Stahl Riesa gab es zu Hause einen glücklichen 1:0 Erfolg. Das die sich anbahnende abermalige Talfahrt danach schnell gestoppt wurde, bezeichnete Trainer Gerhard Bäßler als „ein Zeichen gewachsener Moral und größer gewordenen Selbstbewusstseins“.

Das bestätigte sich vor allem im weiteren Verlauf der Herbstserie, die von den Rot-Weißen mit einer Bilanz (13:13 Punkte/18:18 Tore) abgeschlossen wurde. Beleg für die deutliche Leistungssteigerung einer ganzen Reihe von Spielern, wobei vor allem Torwart Wolfgang Benkert, Abwehr-Organisator Franz Egel, Mittelfeld-Regisseur Lutz Lindemann und der sich ständig mit an der Spitze der Oberliga-Torjägerliste bewegende Horst Weißhaupt (13 Saison-Treffer) gute Kritiken am Fließband bekamen. In der Rückrunde (10:16 Punkte) gab es zwar einen leichten Abfall, aber insgesamt bewegten sich die Rot-Weißen immer außerhalb der unmittelbar gefährdeten Zone.

Nicht zu übersehen allerdings die wieder einmal zu Tage getretene Diskrepanz zwischen guten Heim- (19:7 Punkte) und schwachen Auswärtsspielen (4:12 Punkte). Die Weißhaupt-Zwillinge, Thomas Menge, Dieter Göpel, Albert Krebs, Lutz Lindemann und Hans-Günter Schröder waren in fast allen Spielen dabei und sorgten damit für Festigung der mannschaftlichen Harmonie. Diese Tatsache und die zumindest vor heimischer Kulisse bewiesene Leistungskonstanz wurde vom Anhang mit spürbar steigenden Zuschauerzahlen honoriert.




 

Abschluss-Tabelle

1. 1. FC Magdeburg 26 57:28 41:11
2. FC Carl Zeiss Jena 26 42:23 38:14
3. Dynamo Dresden 26 42:30 32:20
4. BFC Dynamo 26 47:29 26:26
5. Vorwärts Frankfurt 26 37:31 26:26
6. Stahl Riesa 26 34:41 26:26
7. Sachsen Zwickau 26 42:39 25:27
8. Lok Leipzig 26 37:39 24:28
9. FC Rot-Weiß Erfurt 26 37:42 23:29
10. Karl-Marx-Stadt 26 28:32 22:30
11. HFC Chemie 26 37:49 21:31
11. HFC Chemie 26 37:49 21:31
12. Wismut Aue 26 24:43 21:31
13. Hansa Rostock 26 29:35 20:32
14. Vorwärts Stralsund 26 31:46 15:37


1973/74
1975/76